Balos Beach, Cavern-Dives und von Lake Kournas nach Rethymno

Da mittlerweile die letzten drei Tage ohne Bericht sind und es jetzt auch schon wieder kurz vor Mitternacht ist werde ich es kurz machen. Ich denke die Meißten werden ohnehin hauptsächlich an Fotos interessiert sein.

Vorgestern waren wir ja in Balos Beach gewesen. Die Anfahrt von Chania aus über die New National Road war problemlos. Für die etwa 6Km Dirtroad ganz zum Schluss haben wir 30 Minuten gebraucht. Die Strecke ist mit einem normalen PKW und vorausschauender Fahrweise durchaus machbar. Wichtig ist an den zwei recht starken Anstigen auf der Hinfahrt genug Abstand zum Vordermann zu lassen um ordentlich Schwung zu holen, denn im oberen Teil sind extreme Querfurchen auf denen man nur schwer Anfahren kann wenn man mal zum Stillstand gekommen ist.
Landschaftlich ist die gegen sehr reizvoll. Sowohl Nina als auch ich wären aber nicht bereit 37,- Euro für den Ausflug zu zahlen. Denn soviel kostet es als gebuchter Tagesausflug im Reisebüro in Chania (Anfahrt dann per Bus und Schiff).
Die Berge um den Parkplatz wirken fast schon surreal und eher wie auf dem Mars. Der Fußmarsch zum Strand hat es aber in sich. Gerade bei den heißen Temperaturen ist es anschließend eine wahre Wohltat in das leider recht kalte Wasser zu springen. Da das Wetter die letzten Tage relativ kühl war (24Grad) war das Wasser der Lagune deutlich! kälter als das in der Bucht und so sind wir nur kurz im Buchtwasser schnorcheln gewesen.

Gestern ging es dann für mich zum Tauchen. Die beiden Cavern-Dives waren sehr schön, wenn gleich es kaum Fische zu sehen gab die ich nicht auch schon beim Schnorcheln gesehen habe. Die Gruppe, (mein Buddy ein Norweger) und ein (glaube ich) Engländer und Susan, eine Engländerin die Unterwasser Fotos machte, waren sehr cool. Auch unsere beiden Guides sind auf unsere Fragen immer eingegangen, haben regelmäßig gefragt ob wir uns wohl fühlen und haben insgesamt eine gute Rundumleistung geboten. Blue Adventure Divers kann ich also weiterempfehlen.
Das Beste an den Höhlentauchgängen waren die Austauchvorgänge. Wenn man aus dem dunklen kommt und gegen das tief dunkle Blau die Siluette der Taucher vor einem sieht ist das atemberaubend. Ebenso die phänomenalen Lichtspiele innerhalb der Unterwassergrotten durch den Sonnenlichteinfall durch die Decke. Absolut geil! The Cathedral haben wir als ersten Tauchgang gemacht, gefolgt von zwei weiteren kleineren Höhlen. Da mein Buddy nur noch weniger Luft hatte also wir anderen (100bar – wir andern mindestens noch 120bar) ist er nur noch mit einem der Guides in einer weitere Höhle und wir haben uns alle wieder am Boot getroffen.
Der zweite Tauchgang ging dann in The Seal Cave. In dieser Höhle lebt, wie der Name ja schon sagt, im Winter ein Seehund. Als wir beim Brifing gehört haben dass in der Höhle auch Fledermäuse leben und gefragt wurden ob wir zwischendurch kurz auftauchen wollen war die Antwort praktisch schon klar. An der Decke waren jede Menge etwa 5cm lange kleine Fellpakete geklebt die auch immer mal eifrig herumflatterten. Echt beindruckend! Anschließend ging es wieder unter die Wasseroberfläche und gegen Ende der Höhle einzeln durch einen etwa 1.5m mal 2m großen Spalt im Höhlendach ins freie Meer zurück.
Ich hoffe, dass ich den Kontakt zu Susan über das Fratzenbuch (Facebook) noch herstellen kann (wir haben alle ihre Kontaktdaten bekommen) da sie ja Unterwasserfotos gemacht hat. Dann habe ich auch mal wieder mindestens ein aktuelles von mir unter Wasser 😉

Und heute ging die wilde Fahrt dann mal nirgends ins Wasser sondern darauf. Nämlich an den Lake Kournas. Auf dem sind wir Tretboot (für 7,- Euro die Stunde) gefahren und haben soar eine kleine Wasserschildkröte gesehen. (Und eine Hornisse vor dem Ertrinken gerettet, siehe Foto). Anschließend ging es weiter nach Arghiroupoli, wo es Wasserfälle zu bestaunen gab und wegen des vielen Wassers mitten in der staubtrockenen Landschaft eine echte Oase entstanden ist. Dort wurde eine Kleinigkeit gegessen und dann fuhren wir weiter nach Rethymno. Im Reiseführer wurde der venizianische Hafen hervorgehoben sowie die Altstadt. Uns beiden hat aber die Stadt nicht besonders zugesagt. Der Hafen ist absolut mini, die Stadt ziemlich heruntergekommen und an der Wasserkante voll mit Restaurants und Touriläden. Chania und seine Altstadt ist da tausend Mal schöner gegen!
Tja, und das wars auch schon wieder. Auf der Rückfahrt haben wir in Almyrinda (oder ‚Arme Rinder‘ wie Nina zu sagen pflegt) halt gemacht und in dem schönen kleinen Restaurant gegessen in dem wir letzte Woche schon mal waren. Direkt am Wasser. Einen besseren Platz zum Speisen gibt es nicht 🙂

So, jetzt viel Spaß beim Bilder gucken und liebe Grüße an alle die gerade nocht auf Kreta sind!