Der zweite Tag

Der zweite Tag hier in Hobart ist, wie der erste, super gewesen. Die Temperaturen sind zwar leider weiterhin knapp über der 30°C Marke aber dafür waren wir heute auch kurz am Hausstrand von Taroona um uns abzukühlen. Das Wasser war allerdings, wieder erwarten, so kalt, das ich wohl noch etwas Gewöhnungszeit brauchen werde bevor ich darin wirklich auch baden kann.
Steffie telefonierte kurz bevor wie losgingen mit Sarah und arrangierte ein Treffen für den Rest des Tages. Warrick holte uns daher so gegen 12.00 mit dem Auto ab und wir fuhren, begleitet von einer netten Konversation zum ersten Kennenlernen, rüber nach Clifton Beach.
Das Haus ist, wie schon erwartet, der Hammer. Der Ausblick vom Wohnzimmer kann locker für jedes erstklassige Einrichtungsmagazin verwendet werden. Aber auch der restliche Einrichtungsstil ist sehr modern und trifft sowohl meinen als auch Steffies Geschmack zu 100%. Das kleinere Haus, in dem Steffie und ich leben werden (engl.: shack) verdient ebenfalls nicht wirklich das prädikat klein, wenngleich es natürlich nicht ganz so luxuriös ist wie das Haupthaus. Aber wir haben eine eigene recht große Küche, ein Wohnzimmer mit einer 2er Couch und einem Fernseher, ein Badezimmer mit Dusche und Wanne und zwei oder drei Zimmer die wir als Schlafzimmer nutzen können.
Ich denke mit ein paar Kerzen, Postern und sonstigen privaten Dingen lässt es sich dort auch ganz gut leben.
Warrick meinte später, als wir besprochen haben wie das mit dem Wasser, dem Gas und dem Strom funktioniert (die haben hier fast alle Frischwassertanks am Haus stehen) das ich mir mit Dennis (dem Gärtner) sicher auch noch was dazu verdienen könnte, wenn ich möchte. Dennis arbeitet wohl auch bei anderen Familien noch im Garten und macht Hausmeisterjobs und Warrick meinte er könne immer noch eine helfende Hand gebrauchen.
Sehr interessant war auch Warricks Beschreibung der Lage auf der Hinfahrt als wir irgendwie auf die Tiere hier zu sprechen kamen. Die Spinnen sind „not bad“ 😉 aber an Schlangen haben sie wohl gleich alle drei Arten (alle tödlich) und Skorpione gibt es auch vereinzelt. Am fiesesten, meinte er, seien allerdings die Ameisen (Jackjumper genannt). Das sind scheinbar etwa 4mm lange Ameisen mit riesigen gelben Scheren vorne. Es tue wohl recht weh von denen gebissen zu werden, wobei schlimmer sei, dass einige hunderttausend Menschen gegen sie allergisch reagieren. Steffie solle diesbezüglich halt mit den Kindern aufpassen. Doch es gibt hier nicht nur all diese „schlimmen Tiere“, sondern Sarah und Warrick erzählten auch das sie in den letzten Tagen oft Delfine und sogar Wale in der Buch gesehen haben, auf die sie von ihrem Wohnzimmer aus schauen können.
Es ist in jedem Fall erstaunlich wie gelassen sie hier mit der Gefahr umgehen die von diesen Tieren ausgeht. Gerade hatten wir auch mal wieder eine „White Tail“ in der Küche. Das ist eine kleine schwarze Spinne mit einem weißen punkt auf dem Hinterteil. Bei einem Biss kann das recht unschöne Folgen haben. Nicht unbedingt tödlich aber die verfaulten Arme die ich auf Fotos gesehen habe, lassen mich doch hoffen nicht mal gebissen zu werden.

1 comment

  1. Christine

    Hi Felix, liege hier so grippe gebeutelt im Bett und lese mit Spannung deine Abenteuergeschichten aus dem wirklich wahren Leben – einfach atemberaubend! Da vergesse ich doch glatt die Kopf- und Gliederschmerzen. Mit den tollen Luftaufnahmen habe ich mir im Kopf schon mal einen wunderschönen Fotokalender gebastelt, für Tagträume und sorgloses Abheben, wenn der Alltag mal wieder zu viel wird. Ich freue mich auf deine weiteren Berichte – es macht wirklich Spass sie zu lesen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dann auch ein bißchen weg zu sein – und das ist schööön! Würde euch auch glatt ein paar Grad Hitze abnehmen, damit es hier nicht so kalt ist. Last es euch weiterhin gut gehen – ihr beiden Weltenbummler, und Skorpione sind übrigens nur gefährlich, wenn man sie sehr in die Enge treibt, kenne mich da aus – Steffi ja wohl auch! Liebe Grüße aus Berlin von Tine

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