Die Heimreise (Teil 1)


Der finale Countdown ist nun gekommen, es ist Mittwoch der 31.August 2011 (wenn ich mich nicht irre – mein Zeitgefühl muss ich erst wiedererlangen). Habe heute morgen bei Crystal Dive Resort ausgechecked und sitze jetzt im Wartebereich von Lomprayah High Speed Catamaran, die mich gleich nach Ko Samui düsen. Von dort geht dann um viertel vor sechs PM mein Flug nach Bangkok und kurz vor Mitternacht gehts dann von BKK mit Thai Airways International wieder nach good old Germany zurück.

Etwas mehr als zwei Wochen Thailand liegen jetzt hinter mir und ich muss sagen, dass es mal ein etwas anderer Urlaub war, als alle die ich bisher gemacht habe. Im Vorfeld habe ich sehr viele Vorbereitungen gemacht, bin viele Scenarien im Kopf durchgegangen, habe Reiseführer gewälzt um mir einen Überblick zu verschaffen und mir durch all die Vorbereitungen dann vor Ort möglichst viel Spontanität leisten zu können. Ich kannte vorher von Thailand fast gar nichts, außer der Lage auf der Landkarte, wusste, dass es Regenwald, weiße Strände und Meer gibt und dass man den Menschen nachsagt sehr freundlich zu sein. Naja und die Geschichten mit dem Sextourismus eben, von dem man tatsählich auch hier etwas mitbekommen hat.
Generell, mag ich das Gefühl nicht, wenn ich nicht Herr der Lage bin, weiß wo Norden ist und was in etwa um mich herum liegt (geografisch gesehen). All die Vorbereitungen haben sich definitiv gelohnt und bis auf die eine Erfahrung mit dem Rollerverleiher hatte ich keinerlei negative Erfahrungen gemacht. Thailand finde ich als Reiseland super, würde aber den nächsten Urlaub nicht wieder hier verbringen wollen. (Vllt aber den übernächsten wieder 😉 )
Eine super Erfahrung fand ich besonders das Reisen als Backpacker und das bewusste auswählen von primitiven Unterkünften. Zwei Wochen lang nur kalte Duschen (die trotz der Wärme noch tiiief durchatmen lassen wenn man nass wird) und Betten, die am Anfang der Tour noch hart wie Holzbänke waren.
All das lässt in mir, trotz des mittlerweile wieder vorhandenen Fernwehs, doch auch ein bisschen Heimweh entstehen. Endlich mal! Ich bin normalerweise super gerne unterwegs und kann mich nicht erinnern wann ich das letzte mal wirklich nach hause zurück wollte.
Auf die typischen Sachen am Ende einer Reise freue ich mich aber diesmal wirklich besoners. Das eigene Bett, das eigene Klo, das eigene Sofa und vor allem endlich wieder die eigene Musik richtig laut über Boxen zu hören, die ICH kontrollieren kann! Family, Freunde und Kollegen freue ich mich natürlich auch wieder zu sehen. Wobei ich sagen muss, dass ich auf dieser Reise nur ein oder zweimal wirklich das Gefühl hatte, gerne mal wen zum Reden zu haben. In keinem Urlaub zuvor hatten ich fast jeden Abend nette Gesellschaft und bin so ungezwungen mit „fremden“ ins Gespräch gekommen. Meist natürlich andere Reisende.

Als Abschluss dieser Reise habe ich gestern noch mal zwei Fun Dives am Nachmittag gebucht, denn Nachmittags sind die etwas flacheren Tauchgänge. Beim ersten Dive wollten wir eigentlich bei red rock ins Wasser und dann beim japanese garden wieder vom Boot aufgenommen werden, allerdings ging das dann vor Ort aus irgend einem Grund doch nicht und wir sind nur beim japanese garden getaucht.
Dieser erste Dive war auch jener, bei dem Maria und ich als Buddies fungiert haben. Eine „interessante“ Erfahrung 😉
Ich bin mittlerweile relativ langsam mit meinen Bewegungen um Luft zu sparen, länger im Wasser bleiben zu können und dadurch mehr zu sehen. Maria war scheinbar ganz das Gegenteil. Sie schien sichtlich… mist! es ist ja schon halb zehn! Die Fähre hat schon gehupt!..

So, gerade noch auf die Fähre geschafft. Das wäre ja jetzt mal ein toller Abschluss gewesen wenn ich die Fähre und damit auch alle Anschlussflüge verpasst hätte.. nur weil ich so vertieft in meinen Blog bin! *gg*

Jetzt bin ich also drauf, draußen regnet es leicht und ich glaube die Überfahrt könnte etwas wellig werden!

Zurück zum Bericht 😉
Maria schien das Tauchen und die ungewohnte Freiheit sichtlich zu genießen. Wie ein junges Reh auf Thai Red Bull ist sie durchs Wasser geschossen, hat Loopings geschwommen die jedem Torpedo rot aulaufen lassen würden da der Wendekreis so eng war.
Als ich sie später drauf angesprochen habe und meinte, dass sie dadurch einen wahnsinnigen Luftvebrauch hat, meinte sie nur das sie die Luft ja auch ausnutzen will 😉 Halbwegs recht hat sie ja.. zumindest bei nem 14m Tauchgang.

Das Logbuch hatte ich schon auf dem Boot ausgefüllt und so war, als wir wieder an Land waren und das Tauchgerödel gereinigt hatten, noch etwas Zeit an den Strand zu gehen, die letzten Sonnenstrahlen zu genießen und den Sonnenuntergang anzuschauen.

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