Everglades, South Beach bei Nacht & Kajaken in den Mangroven

Gestern waren wir so lange unterwegs und dementsprechend müde als wir zurück waren das der Bericht ausfallen musste. Und heute ist es auch schon wieder spät geworden, aber bevor es einen weiteren Tag ohne Blogeintrag gibt: bitte sehr 😉

Gestern ging es wie erhofft in die Everglades. Ein wirklich riiiesiges Gebiet auf der Karte. Wenn man dann aber bei der Anfahrt schon recht lange nur an Wassergräben vorbeifährt um einen cm auf der Karte zu überbrücken bekommt man ein Gefühl dafür wiiee riesig die sind!
Vorgestern hatten wir in der Touristeninformation viele Prospekte und Discount Cards mitgenommen die uns nun gute Dienste leisteten. Jeder von uns beiden erhielt $ 3,- Preisnachlass dank der Disount Cards.
@Janes: hier gibts für alles und überall Rabattkärtchen. Das ist also DAS Reiseziel für euch 😉

Im Eintritt von dann immerhin noch $20,- pro Person war eine 30 bis 40 minütige Airboat tour durch die Everglades enthalten, sowie eine anschließende Aligatorshow (bei der man interessantes über die Tiere erzählt bekam) sowie ein Besuch im angrenzenden Krokodil- und Aligatorzoo. Insgesamt fand ich das Preis / Leistungsverhältnis angemessen.
Nach dem dritten Programmpunkt stärkten wir uns etwas im Restaurant bei einer Cola und ner Portion Pommes und kühlten dabei auch gleich etwas ab. Denn es war extrem warm und feucht. Ich hatte zwischendurch schon mal die These aufgestellt dass die Everglades nur so viel Wasser haben weil die Touris alle ihren Schweiß hier lassen. Everglades bedeutet übrigens in der Sprache der Indianer hier „Fluss aus Gras“. Die Everglades sind nämlich ein gigantischer langsam fließender Strom der von einem See weiter im Norden gespeist wird. (Genaugenommen ist es der am langsamsten fließende Fluss der Erde. Mit gerademal einer Meile pro 24h.) Die durchschnittliche Wassertiefe beträgt nur etwa 1,5m und so können hier sogar kleinere Braunbären und heimische Raubkatzen umherwandern. Unterteilt wird die Wasserfläche immer mal wieder von kleinen „Inselchen“ sogenannten Hammocks.

Anschließend fuhren wir weiter nach Shark Valley einem weiteren Einfallstor in die Glades. Hier mieteten wir uns Fahrräder und fuhren auf einem befestigten Weg durch die Landschaft. Aligatoren und Schlangen gab es zwar leider keine zu sehen, dafür aber Reiher und Schlangenadler (der eine holte sich tatsächlich ein Stück vor uns eine von der Straße) und jede Menge Heuschrecken. Leider waren die recht flink, sodass ich nur drei Fotos hinbekommen habe. Das Beste hat immerhin den Hinterleib scharf abgebildet, genügt aber nicht um hier im Blog zu landen 😉
Gerne wären wir noch ein gutes Stück weiter geradelt aber in der Ferne zog ein Gewitter auf. Die Zeiten zwischen sichtbarem Blitz und dem hörbaren Grollen des Donners wurden immer kürzer und so beschlossen wir nach etwa einer halben Stunde zurück zur Basis zu fahren. Dank Nina drehten wir um! Denn ich wäre noch ein Stück weiter gefahren. Gute 10 Minuten nachdem wir zurück an der Basis waren setze aber schon der Regen ein und es gab für etwa 30 Minuten einen sinnflutartigen Starkregen. Unterwegs auf dem Weg mit kaum Deckung um uns herum wären wir sicher ganz schön nass geworden und mit den vielen Blitzen wäre das sicher auch nicht unbedingt spaßig gewesen. Bäume sind da draußen ja eher selten, und ob einen ein etwas höheres Gebüsch vor nem Blitschlag schützt?.. Danke Schatz, du hast meiner Kamera und mir wahrscheinlich das Leben gerettet! 😡

Nach unserem Besuch in der Glades, der uns beiden sehr gut gefallen hat, besonders da man so mal der Stadt entfliehen konnte, ging es zurück Richtung Miami. Unterwegs hielten wir noch bei einem McDonalds und probierten mal einem amerikanischen Cheeseburger. Schmeckt tatsächlich genauso schlecht wie in Deutschland! Wirklich ein Wunder das man mit so schlechten Burgern Nummer Eins der Burgerketten werden kann!

Als wir wieder in Miami waren wollten wir eigentlich gleich wieder ins Hotel zurück ich hatte aber gelesen das die Sonnenuntergänge an der A1A (nördlichster Ocean Drive) sehr schön sein sollen und so fuhr ich einfach mal rüber nach South Beach. Ganz verstanden hatte ich das nicht, der South Beach hat das Meer schließlich im Osten und die Sonne geht meiner Meinung nach ja auch hier im Westen unter 😉 Nun gut, ich fuhr dann an das südlichste Ende von South Beach und wir schlenderten etwas im „Sonnenuntergang“ am Strand herum und ich schoß einige coole Nachtbilder. Gerade als wir zum Auto zurück kamen kontrollierte ein Polizist die Parkzeiten. Da ich ursprünglich nur von einem kurzen spontanen Schlenker am Strand ausgegangen war habe ich nur für etwa 45 Minuten eingeworfen. In letzter Minute entgingen wir so einem Ticket, denn da wir am Auto waren schaute er nicht auf unseren Zettel hinter der Windschutzscheibe. Er grüßte nur und ging weiter. Ich packte die Fotosachen also schnell auf die Rückbank, dann sprangen wir schon ins Auto und fuhren zurück zum Hotel.
Nach einer vitalisierenden Dusche ging es dann endlich gegenüber, direkt am Meer, bei einem Spanier was essen.

Zweiter Tag – Heute

Heuter morgen schliefen wir mal etwas länger. Nina macht der Jetlag ja nach wie vor zu schaffen, und so wünschte sie sich mal nicht um 7.30 aufzustehen. Normalerweise ist sie ja schon zu unchristlichsten Zeiten wach und ich der Langschläfer – im Urlaub scheint das komplett umgekehrt zu sein 🙂
Wir sind also erst um kurz nach neun aufgestanden und haben dann bei Frühstück auch noch die Pressekonferenz zu Obamas Rede in Stockholm mitbekommen. Ich bin gespannt wie das in Sachen Syrien weitergeht! Allgemein bekommt man davon auf der Straße nicht viel mit und die Medien sind auch nicht unbedingt voll davon. Im übrigen berichten die Fernsehsender doch relativ kritisch über die Situation und nicht so einseitig „Kriegstreiben“ wie man das vermuten könnte.

Beim Frühstück beschlossen wir heute nochmal in den Oletta River State Park zu fahren und diesmal die Kajak Tour zu machen und auch ein BBQ. Wir packten also badesachen ein, und diesmal auch den wasserfesten Sack für die Fotoausrüstung, und fuhren dann los um für das BBQ einzukaufen.
Der Streifzug durch den Supermarkt dauerte eine gefühlte Stunde, den wir entdeckten am laufenden Band neue, skurile und interessante Dinge. Evtl wird Nina darüber noch einen ausführlichen Bericht schreiben.

Im Oletta River State Park angekommen sahen wir bei der Einfahrt in der Park einen jungen Waschbär, der allerdings ziemlich zerzaust aussah. Anscheinend hatte ihn der Starkegen, der hier kurz vorher runtergegangen sein musste ordentlich abgeduscht!
Beim Kajakfahren durch die Mangroven, das etwa 90 Minuten dauerte, bekam man einen guten Eindruck, wie das Paddeln auf einem Urwaldfluss sein muss. Die Landschaft rings rum war einfach super cool. Auf den Luftwurzeln saßen etiche Krabben, über uns hingen die Radnetzspinnen und im Wasser konnte man viele bunte Fische sehen, was einen Vorgeschmack auf das Tauchen gibt. Als Highlight sahen wir einen Rochen, schwarz mit vielen kleinen weißen Punkten, der etwa einen halben Meter groß war. In der Manatee Zone gab es leider keine Seekühe zu sehen. Ein anderes Kajak hatte allerdings einen Ammenhai gesehen, meinten sie später.
Als wir gegen 15.00 mit dem Wassersport fertig waren gab es eine kurze Abkühlung im Wasser und dann warf ich den Grill an während Nina das erstandene Obst (Mango) vorbereitete. Die Tage wird es dann noch die Papaya geben, außerdem Kochbananen (die man aber laut einer anderen Supermarktkundin auch so essen kann) und Orangen. Mal sehen wie die hier schmecken. Die Mango schmeckte jedenfalls erwartungsgemäß suuuuper!! Ich glaube überall auf der Welt schmecken Mangos um Klassen besser als in Deutschland.
Das Anmachen der Kohle war etwas schwer da ich welche genommen hatte die den Grillanzünder schon „eingebaut hatte“. Das Problem dabei war dass der Spiritus oder in was die getränkt waren relativ schnell verbrannte und dann aber keine Resthitze mehr da war um den Rest des Kohlestückchens am Brennen zu halten. So hatte ich am Ende fast den halben Sack auf den Grill geworfen (1,4Kg) um mein Riesensteak und Ninas beide Burgerscheiben zu garen.

Da ich beim Kajakfahren und den Fischsichtungen richtig heiß auf den ersten Tauchgang wurde meine ich zu Nina das wir da für morgen mal was buchen sollten. Auf dem Rückweg fuhren wir also an einer Tauchbasis vorbei (South Beach Divers). Leider machten die aber gerade zu als wir rein wollten und so reichte die Zeit nur noch um einen Preislistenflyer mitzunehmen und die Info zu bekommen das wir morgen einfach anrufen sollen.
Da wir nicht genau wussten wo die Tauchbasis ist mussten wir vom Parkhaus bis zu South Beach Divers einige Blocks laufen und fanden dabei eine Spanische Straße mit vielen kleinen Restaurants die sehr einladend aussahen. Nina äußerte den Wunsch da gleich einen Cocktail trinken zu gehen und so fanden wir uns kurz später in einem der Restaurants ein. Nina trank einen Mojoto und ich eine Cuba Libre, der zwar nicht auf der Liste stand aber dennoch gemixt werden konnte. Wobei er meiner Meinung nach abgestandene Cola enthielt. Vllt habe ich den bei mir auch immer falsch zubereitet, aber mit sprudelnder Cola finde ich den wesentlich besser 😉

Was der Tag morgen bringt ist noch nicht ganz klar, gerne ja wiegesagt etwas Tauchen, aber die Tauchgänge starten sicher früh morgends und bis wir anrufen können ist es sicher schon zu spät. Evtl gibts dann also Übermorgen das Tauchen und nächste Woche gehts runter auf die Florida Keys. Alternativ könnte man dann übers Wochenende nach Cape Canaveral und auf dem Rückweg in Crystal River halten um mit den Manatees zu schnorcheln… Wir werden sehen.

Liebe Grüße nach Deutschland und bis die Tage 🙂

1 comment

  1. peter

    Hi Ihr Beiden
    vielen Dank für die Berichte und die tollen Bilder. Da bin ich immer live dabei. Euch noch eine schöne Zeit und tolle Eindrücke. Peter

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