Fledermaus Höhle & Wassertempel


Bitte genießt die Bilder. Es hat mich fast 1 Stunde gekostet die hochzuladen! ;(

Nachdem wir heute einen „freien Tag“ hatten, also zumindest nur mit selbstgesteckten Zielen hatten wir eigentlich vor etwas auszuschlafen. Der Vorteil, dass man durch die Bambus-Leichtbauweise beim Einschlafen das Meeresrauschen hören kann entpupte sich heute morgen allerdings auch als Nachteil. Denn auch das Schreien von Kindern, das Ausladen der Tauchflaschen am Strand und vieles mehr war in Dolby Sourround zu hören. Ab etwa 7.00 Uhr war daher nicht mehr an einen wirklichen Schlaf zu denken sondern eher an ein Dösen. Ab kurz nach 8.00 ging dann auch das nicht mehr. Den australischen Jungen der seinem Vater lauthals allerlei „wichtiges“ erzählen musste und die Bambusxylophone ausgibig testete könnte ich jetzt noch die Meinung sagen. „Daddy, it’s red!“, „Daddy, can I go there?“ usw.
Also schwangen auch wir uns, beschleunigt von der kalten Dusche, in den Tag und waren kurz nach 9.00 am Tisch um uns ein Frühstück zu bestellen.
Für heute stand eigentlich auf der ToDo Liste sich ein Moped zu mieten und dann eine Feldermaushöhle anzuschauen. Anschließend wollte Nina gerne noch Candidasa und Amlapura besichtigen, die etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde in die entgegengesetzte Richtung liegen.
Das Moped dass wir am Vortag schon beim Staffmanager zu glauben vorgebucht zu haben stellte sich als ein „ich kann das bei Bedarf vermitteln“ heraus, und es war natürlich auch nicht mehr zu haben als wir es haben wollten. Also mussten wir uns auf eigene Faust eines besorgen. Mit etwas gemischten Gefühlen, wenn ich an mein Mopedabenteuer bzw die Probleme bei der Rückgabe in Thailand denke, machten wir uns auf den Weg. Zwei Häuser neben unserem Topi Inn Hotel liegt die Tauchbasis von Eco Dive bei den wir die beiden Rifftauchgänge gestern gebucht haben und für morgen die beiden am Manta Point. Da einer der Tauchguides auf der Veranda saß sprach ich ihn kurzerhand an wo man am besten eines herbekommen kann. Er zückte sein Handy, denn auch er hatte natürlich Connections 😉
Keine 10 Minuten später kam sein Bekannter um mit mir zu verhandeln. Nachdem die Rahmenbedingungen (nur für heute, 50K IDR, kein Passport hinterlegen dafür aber 1Mio Rupien Deposit) nahm er mich mit um alles auf Papier festzuhalten. Nachdem auch das getan war bekam ich die beiden Helme für Nina und mich und fuhr erstmal ein paar Meter alleine „Probe“. Ich bin bis auf Thailand schließlich so eine Mühle auch noch nie gefahren. Sobald man sich an das meiner Meinung nach recht feinfühlige Gasgeben und Bremsen gewöhnt hat ist es eigentlich ganz einfach. Statt manueller Schaltung gibt es eine Automatik und so musste ich nur auf den Verkehr, die Straßenherhältnisse und das Gas/Bremse Verhältnis achten. Mit einem Gefühl von „ich denke das müsste gehen“ holte ich Nina an der Tauchbasis ab wo sie auf mich wartete.
Dann ging es los. Während ich die Mopedformalitäten geklärtehatte, hatte Nina einige nützliche Tipps zu sehenswerten Zielen vom Tauchguide bekommen. Es standen nach der Fledermaushöhle / Tempel „Pura Goa Lawah“ nun auch noch ein Besuch im Wassertempel bei Tirta Gangga.

Die Fledermaushöhle die als „begehbar“ im Reiseführer beschrieben wurde stellte sich als eine Höhlenöffnung innerhalb einer Tempelanlage heraus. Das geringe Eintrittsgeld war nicht der Rede wert aber die vielen Verkäufer/Innen davor „nervten“ schon etwas. Obwohl wir beide Sonnenbrillen von der Fahrt, gegen Mücken im Tiefflug, trugen bekamen wir mehrfach „Sunglases?“ angeboten. Mein Handzeig auf meine Sonnenbrille auf der Nase wurde mit einem „very cheap!“ beantwortet. Ich musste mich dem Verkäufer weiterhin versuchen zu entledigen.
Auch vor dem Tempel kamen uns schon einige Frauen entgegen die uns alle einen Sarong für teilweise über 100.000 IDR verkafen wollten. Auch meine „we rent it“ brachte sie nicht dazu uns in Ruhe zu lassen. Denn auch hier war es natürlich ein viel besseres Schnäppchen einen für 7,-EUR zu kaufen als den kostenlosen vom Ticketschalter zu verwenden.
Der Tempel war nach etwa 30 Minuten besichtigt und so machten wir uns zurück auf den Weg zum Moped. Als wir angekommen waren ging ich noch mal kurz zu der Stelle an der mich bei unserer Ankunft eine Gottesanbetering (das Insekt) am Bein begrüßt hatte. Als ich Nina, die schon abgestiegen war, bat mir das Insekt zu entfernen, da ich das Moped mit beiden Händen balancieren musste, war ihre erste Frage „Soll ich ein Foto machen“? (Ich glaube ich habe sie mit dem Knippsen schon inviziert!). „Nein, nimm sie einfach mal vorsichtig weg bitte“, damit ich vom Randstreifen wegkomme ohne sie wegzuschnippen und evtl platt zu fahren.
Leider fand ich sie nicht mehr vor und so gibt es von dem Tierchen kein Foto. Aber die Echsen (Skinks?) die wir im Tempel sahen sind ja auch schön anzuschauen.

Weiter ging es also in Richtung Wassertempel. Die Fahrt dauerte etwa 60 bis 90 Minuten und stellte sich zumindest vom Weg her als nicht all zu kompliziert heraus. Mit hilfe der Offline navi App (maps.me fürs iPhone) haben wir den Weg super gefunden. Lediglich das Fahren war recht anstrengend. Der Verkehr war zwar nicht all zu stark, es war schließlich nur eine zweispurige Landstraße, aber neben Mopeds waren auch einige SUV und auch Trucks unterwegs. Oft musste man sich entsceiden ob man hinter einem 20Km/h langsamen Truck hertuckerte und schwarzen stinkenden Ruß atmet oder überholt. Dann musste man sich vorsichtig zum rechten Mittelstreifen herantasten (hier ist Linksverkehr) um zu schauen ob evtl ein Truck entgegen kommt.

Da auch Eltern mitlesen gehe ich an dieser Stelle auf keine Details ein, aber es war „anstrengend“.
Am Wassertempel angekommen war es etwa drei/halb vier und wir entschieden nur kurz hinein zu gehen, dann einen kurzen, maximal 60 minütigen Rundgang auf den nahegelegenen Berg zu machen um die wunderschönen Reisfelder zu fotografieren an denen wir vorbeigekommen waren.

Natürlich bekamen wir wieder eine Führung angeboten die wir aber erneut dankend ablehnten. Den Wassertempel besuchten wir auf eigene Faußt und auch den Weg auf den Hügel fanden wir mit immer mal Fragen gut selbst.
Als wir gerade vom Hügel wieder unten waren und zurück zum Moped wollten hielt eine junge Frau neben uns an und fragte in englisch mit deutschen Akkzent „Do you know where the Watertemple is?“. Ich meinte „Yes, right here on the right. Aber du sprichst doch auch deutsch, oder“? Ein „Ooh, das ich ja nochbesser“ war die Antwort.
Nachdem wir am Straßenrand etwa 10 Minuten über unseren und ihren Trip gequatscht hatten schlug ich vor ob man abends nicht in Padangbai essen gehen wollte, denn Meike wohnte ebenfalls in Padangbai, wo wir zur Zeit ja auch sind. Nachdem ich ihre Nummer hatte gingen wir zum Moped und machten uns auf den Rückweg.
Zum Glück hatten wir den Zeitpunkt für die Rückfahrt großzügig gewählt, denn es war sehr anstrengend. In den Bergen mit Serpentinen staute sich der Verkehr und wir tuckerrten lange zwischen Trucks und vielen Mopeds her ohne sicher überholen zu können. Die Einheimischen machen das für meinen Geschmack recht abebteuerlich. Ein gerade noch geglückter Überholvorgang steckte mir aber noch in den Knochen und ich beschloss daher noch Risikofreier zu fahren als ich es ohnehin schon tat. Das wichtigste ist, immer bremsbereit zu sein, es aber nicht zu tunen, glaube ich und auf jeden Fall immer zu Hupen bevor man überholt oder falls man das Gefühl hat jemand könnte einem in die Quere kommen.
Mit einigen Stops und einem kleinerem Verfahren näherten wir uns Padangbai das wir beide verbei sehnten. Nicht nur machte uns das Sitzen zu schaffen, auch wurde es langsam schon wirklich dunkel. Da wir nur Sonnenbrillen dabei hatten, und ohne wäre ich wegen der massigen Fliegenviecher auf keinen Fall gefahren, konnte man auch die Straße, zumindest unter Bäumen, nicht mehr komplett gut sehen. Zwei Schlaglöcher habe ich daher schön mittig mitgenommen und beim Verfahren auch die erste Bodenschwelle zur Verkehrsberuhigung übersehen. Übrigens heißen die Teile ins deutsche Übersetzte „schlafender Polizist“. Eine schöne Bezeichnung wie ich finde.

Heile und sehr froh kamen wir dann gegen 18.30 wieder in Padangbai an. Nach ein paar Erinnerungsfotos auf dem Moped ging es zum Duschen zurück ins Hostel. Anschließend waren wir ja mit Meike zum Essen verabredet. Gegen 23.30 lagen wir, viel zu späte für das frühe Aufstehen um um 8.00 Uhr gestriegelt für den Tauchgang an der Tauchbasis zu sein, im Bett. Dafür waren wir aber um ein Abenteuer, viele Informationen (auch Dank Meike) und schöne Erinnerungen reicher.
Mal sehen was der morgige Tag so bringt!

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