Orlando & Kennedy Space Center

Am Donnerstag sind wir Richtung Norden gefahren um das Kennedy Space Center zu besuchen. Leider macht das schon um 17.00 zu und bis wir dort ankamen war es schon gegen 14.00. Wir beschlossen also das es sich nicht mehr rentiert am gleichen Tag noch rein zu gehen und fuhren kurzerhand nach Orlando, das ca 70 Meilen weiter westlich liegt.
In Orlando angekommen gingen wir direkt in eine Touristen Info die wir zufällig gefunden haben und wurden dort sehr freundlich beraten. wir erfuhren was es zu sehen gibt, wo Nina endlich die lang ersehnten Pfannkuchen bekommen kann die wir schon den ganzen Urlaub über versuchen zu essen. Außerdem hatten wir hier die Gelegenheit ein Hotelzimmer für die Nacht zu buchen.
Leider hatte das Restaurant das die super leckeren Pfannkuchen haben sollte zu als wir kurze Zeit später dort ankamen. Bis zum Schluss haben wir also leider keine Original American Pancakes gegesen.

Der See, den uns die nette Dame in der Info empfohlnen hatte fanden wir tatsächlich auch schön zum drum rum spazieren, wir hatten allerdings auch auf Cafés gehofft um etwas bei der schönen Atmosphäre zu essen. Diese gab es leider nicht. In den Nebenstraßen waren jede Menge Pubs und Gaststätten um Drinks zu haben und in einem von denen haben wir dann tatsächlich auch etwas zu essen bekommen.
Anschließend ging es Richtung Osten zum Hotel, das wir extra von Orlando aus in Richtung Kennedy Space Center (KSC) gebucht hatten. Es stellte sich als Hotel/Motel heraus, wie man es aus amerikanischen Spielfilmen kennt. Mit langen Gängen die von außen sichtbar sind und von denen die einzelnen Zimmer direkt abgehen und die Lage direkt an der Schnellstraße machte die Gegend nicht gerade sicherer vom Gefühl her. Die Fenster waren nur mit einem Vorhang „Gesichert“. Mit etwas Gegendrücken wäre das sicher jeder durch gekommen.
Als wir uns dann bettfertig gemacht hatten und unter der Decke lagen klopfte es auf einmal laut an unsere Tür. Der Puls ging sofort auf 180 hoch denn draußen konnten wir Stimmen von „Jugendlichen“ hören. Als ich kurz vorher an der Tankstelle, direkt um die Ecke war, hatte ich schon immer misstrauisch über meine Schulter nach hinten geschaut. So wirklich wohl fühlte man sich nicht gerade.
Ich wollte den Vorhang etwas zur Seite schieben um zu sehen wer vor der Tür steht, Nina machte mich allerdings auf den Türspion aufmerksam. Der war natürlich eine wesentlich bessere Gelegenheit seinen „Kontrahenten“ auszuspähen!
Vor der Tür standen tatsächlich drei, nicht gerade vertrauenserweckend aussehende, Gestalten und unterhielten sich. Kurz darauf Klopfte es wieder nachdem ich auf das erste Klopfen nur ein „Who’s it?“ erwiderte und mich sonst nicht zu erkennen gab. Ich schaute durch den Spion und bekam zufällig Fetzen des Telefonats mit, dass der eine draußen vor der Tür führte. Daraus konnte ich entnehmen dass sie sich mit einem Anderen wohl ein Zimmer zusammen genommen hatten und er nun die „richtige“ Zimmernummer wissen wollte. Ich erzählte das leise Nina, die noch im Bett lag, und unser Puls ging etwas zurück. Es schienen also doch keine „bösen Jungs“ zu sein.
Kurze Zeit später zogen die Drei draußen dann tatsächlich ab und wir konnten mit leicht beklommenem Gefühl einschlafen.

Am nächsten Morgen checkten wir aus und gingen bei Waffle House frühstücken. Das reichliche Frühstück war lecker, sofern man das von amerikanischem Toast und Eiern mit Speck sagen kann. (Die Waffeln waren allerdings wirklich super!)
Anschließend fuhren wir dann gegen 10.00 zum KSC.
Der Eintritt betrug $50,- pro Nase, Touren kosteten extra. Da wir im Reiseführer allerdings gelesen hatten, dass das Assembly Building sehr beeindruckend sein soll, buchten wir auch diese Tour noch. ($25,- pro Person). Diese Tour war es absolute Wert. Wir wurden mit einem Bus etwa 2 Stunden lang über das ganze Gelände gefahren, erfuhren wo die Astronauten vor dem Abflug in die Kameras aus aller Welt winken und konnten die Abschussbasen und das Assembly Building in dem die Shuttles zusammengebaut werden aus der Nähe bestaunen. Der Guide war außerdem sein sehr lustiger Typ. Als wir beispielsweise auf der Rückfahrt an einem kleinen Weiher vorbeikamen in dem ein Aligator schwamm fragte er „Did he had a vest on? Than it’s an investigator“ (Hatte der Aligator eine Schwimmweste an? Dann ist es ein Investigator – Ermittler).

Nach der Bustour besuchten wir noch das erst vor kurzem Eröffnete Gebäude der Atlantis. Hier gab es in einer Art Flugsimulator einen Shuttlestart zu erleben. Echt cool. Außerdem schauten wir uns noch eine Show zur Mondlandung an in der man die Original Computerterminals von damals sehen konnte.

Alles in allem war der Ausflug eine super Sache und es gab wirklich eine Menge Geschichte zum Anfassen. Die Größe der Spaceshuttles so aus der Nähe zu sehen und an den selben Stellen zu sein an dem die Raketen zum Mond geflogen sind, im Assembly Building zu stehen an dem die Spaceshuttles zusammengebaut werden und ein echtes Stück Stein vom Mond zu berühren war absolut beeindruckend.

Jedem, der also in der Gegend ist und Interesse an Technik hat, sei das KSC absolut empfohlen. Auch wenn der Preis im ersten Moment etwas viel erscheint lohnt es sich sehr.

Die anschließende Rückfahrt von etwas über 3 Stunden nach Miami zog sich wieder etwas, ging aber gefühlt schneller als die Hinfahrt. Leider lagen auch diesmal wieder einige tote Schildkröten und Gürteltiere auf dem Seitenstreifen.
In Miami angekommen aßen wir ein letztes mal bei Polo Norte, unserem „Stammkubaner“ auf der Washington Avenue in South Beach. Und fuhren anschließend für eine letze Nacht in unserem Hotelzimmer. Mit etwas Wehmut ließen wir, im Bett liegend, die vergangenen zwei Wochen revué passieren und freuten uns doch schon auf den nächsten Tag. Denn da ging es noch mal „schnell“ in eine Shoppingmall. Aber ich will nichts vorgreifen – der nächste Bericht kommt bestimmt!

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