Padangbai & Sie hat Jaa gesagt

Nach unserem Check-Out im Gong Sagara in Kuta machen wir uns mit unserm am Vortag arrangierten Fahrer auf den Weg nach Padangbai an der Süd-Ost Küste von Bali. Wie verabredet war er um 9.00 bei uns am Hotel um uns abzuholen. Unterwegs sahen wir das erste Mal etwas mehr von Balis berühmter üppiger Natur. Vorbei an Reisfeldern, Bananenbäumen und Kokusnus Palmen ging es durch den lichter werdenden Verkehr. Die letzen 10 Minuten wurde die Straße deutliche enger, nur noch zweispurig und rechts und links stand fast schon dichter Dschungel mit einzelnen Teakholzbäumen.
Padangbai selbst ist, wie im Reiseführer und online geschrieben, deutlich kleiner und ruhiger als Kuta, aber in sehr angenehmer Weise. Hier herrscht ein wirkliche Urlaubsatmosphäre. Etwas mehr als eine Hand voll Restaurants säumen die Straße direkt am Meer und laden zum Verweilen und Dinieren auf den großzügigen überdachten Terrassen ein.
Da wir bei der Hitze nicht beide mit dickem Marschgepäck auf dem Rücken durch den Ort stapfen wollten um eine Unterkunft zu suchen haben wir uns aufgeteilt. Während Nina schon mal die Kühle der Coke testete machte ich mich auf die Suche nach einem Nest für die nächsten 2 Nächte. Nach etwa 20 Minuten „durch das Dort Laufen“ hatte ich mir verschiedene Zimmer zeigen lassen und Preise eingeholt und fand schließlich beim Topi Inn, ganz am Ostende der Bucht, ein schönes Zimmer im Bambusstyle ohne Klimaanlage und warme Dusche auf dem Zimmer. Genau das was wir suchten.
Nachdem die Formalitäten geklärt waren und ich zwei Nächte gezahlt hatte lief ich zurück zu Nina um Sie und unser Gepäck zu holen. Die erste Aktion war natürlich erstmal die Dusche „ausprobieren“ 😉

Anschließend stärkten wir uns unten etwas im Restaurant und erkundeten anschließend den Ort um einige Einkäufe zu erledigen und unsere Vorräte aufzufüllen. Da wir uns beim Zahlen in Restaurant vom Topi Inn auch mit dem Ober unterhielten kamen wir aufs Tauchen und er stellte einen Kontakt zu einer der Tauchbasen hier her. Für den Anfang wollten wir erstmal etwas leichtes Rifftauchen hier vor Ort um „rein zu kommen“. Gleich nebenan bei der Tauchbasis erkundigten wir uns ebenfalls nach angebotenen Divesites und Preisen und buchten nach kurzer Besprechung für Montag zwei Tauchgänge in der Blue Lagoon und am White Sand Beach. Am Mittwoch geht es dann für 2 Tauchgänge zum Manta Point! Später wurden dementsprechend auch im Topi Inn noch zwei weitere Nächte gebucht.

Nachdem wir mit unseren Erledigungen fertig waren zogen wir uns um und gingen mit Maske und Schnorchel bewaffnet an den nur 3 Minuten entfernt liegenden Blue Lagoon Beach. Schon nach wenigen Metern sah man die ersten bunten Fische und kaum war man 10m weit im Wasser waren die ersten Korallen zu sehen. Absolut schön! Mit Vorfreude auf den nächsten Tag, und die Tauchgängen hier, erkundeten wie die Unterwasserwelt der Bucht und sahen Clounfische und viele Andere bunte Gesellen.

Nach etwa einer Stunde machten wir uns dann auf den Rückweg, duschten und suchten uns ein schönes Plätzchen in einem Restaurant direkt am Strand um etwas zu Abend zu essen. Mit der untergehenden Sonne füllten sich auch unsere Bäuche mit leckerem Essen, obwohl Nina nicht ganz sicher war ob mein Steak „medium“ die richtige Wahl war. Aber da ich die erste Portion Kohletabletten wegen des durchschlagenden Essens schon intus habe kommt es darauf jetzt auch nicht mehr an 😉 Es schmeckte jedenfalls köstlich.

Satt und zufrieden schlenderten wir anschließend noch etwas die Strandstraße entlang und probierten die Eine und Andere Portion die an den Straßenständen angeboten wurde. Besonders die kleinen Fleischspiese waren sehr lecker. Als ich nach dem Spendertier fragte reichte das englisch der Köche nicht mehr ganz aus und so wurde auf „Hand und Fußbetrieb“ umgestellt. Ich deutete auf das Fleisch und machte ein Schweinegrunzen. Dann deutete ich gackernd die Flügel eines Huhnes an. Er verneinte mit dem Finger und „määhte“ wie ein Schaf. Nina fing and zu lachen und die Köche und ich ließen uns anstecken. Zumindest diese Art der Kommunikation war universell.

Als wir weitergingen versuchte ich unbemerkt den Weg Richtung White Sand Beach zu lenken denn ich hatte schon seit Monaten eine wichtige Frage an Nina. Der im Reiseführer paradisisch beschriebene Strand wäre da genau der Richtige Ort. Leider wurde der Weg dahin immer einsamer und die Straße sah mit den süßlich riechenden Müllbergen und den Straßenhunden im Dunklen nicht mehr so einladend aus wie noch wenige hundert Meter vorher. Also kehrten wir um und gingen am Padangbai Beach, an dem viele kleine Fischebootchen festgemacht waren, entlang zurück zur Unterkunft. Den vielen millionen funkelnden Sternen konnten wir irgendwann nicht mehr wiederstehen und so breiteten wir das kurz zuvor gekaufte Handtuch im Sand aus,setzten uns und philosophierten.
Dann schien der Moment zu passen: Mit Kniefall stellte ich die Frage aller Fragen und bekam ein „Echt jetzt?“ zur Antwort 😀 Ja, jetzt wirklich. Nina wartete schon lange auf diesen Moment, das weiß ich. Und natürlich sagte sie JAAA! Glücklich saßen wir noch eine ganze Weile am Strand und kehrten dann zurück ins Topi Inn. Mir war nach einem schönen frischen Pancake! Mit Banana/Honey Pancake und langen netten Gesprächen mit dem Staff liesen wir den Abend ausklingen. Am nächsten Morgen um 8.00 mussten wir ja schon für die Tauchgänge parat an der Basis stehen. Das mitgebrachte Moskitonetz hatten wir schon vor Sonnenuntergang mit den ebenfalls schon in Deutschlannd besorgten Schraubharken über dem Bett befestigt und auch unsere Tauchsachen waren schon am Nachmittag griffbereit gepackt worden.

Zufrieden mit uns und dem Tag schliefen wir dem nahen Rauschen der Wellen lauschend ein.

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