Trecking durch den Regenwald

Morgends um 8.15 ging es los zu unserer Treckingtour durch den Regenwald. Der Fahrer war wie immer pünktlich und nach etwa einer Stunde Fahrt kamen wir am Parkplatz oberhalb des Sees Danau Tamblingan an. Nach ein paar kurzen Schnappschüssen mit einer riesigen Fledermaus, einem Chameleon und einem großen Leguan, die ein Mann dort für die Touris bereit hielt ging es mit dem Guide los.
Über einen gepflasterten Weg ging es stetig bergab, umringt von üppigem Grün und dem kontinuierlichen Singen eines Spechtes in der Ferne. Der Guide sprach ein wenig englisch und erzählte immer mal einige informative Dinge, insgesamt fand ich ihn im Nachhinein betrachtet aber schwer verständliche und wir wünschten uns eigentlich beide noch mehr Hinweise auf Sehenswertes. Wir bekamen zwar wilde Maracuja (Blüte und Frucht) und auch Kurkuma und einige Orchideen gezeigt, aber auf Schnecken, Pilze und andere Beeren musste man ihn oft ansprechen. Dann erzählte er allerdings weitere Infos.
Nachdem wir über den gepflasterten Weg an einem Tempel mitten im Regenwald angelangt waren wurde kurz Rast gemacht und er betete für 2 Minuten. Anschließend ging es endlich zum echten Trecking. Über einen Weg der einem Trampelpfad glich ging es tiefer in den Dschungel. Nach wenigen Metern war rings um uns eine grüne Wand, Grillen zirpten, Vögel zwitscherten und es roch leicht nach Erde. Es war wunderschön. Das Gefühl dass man dies alles nicht in einer Freiflugvoliere oder in einem Palmenhaus im Botanischen Garten erlebte war surreal. Doch mit jedem Meter den man sich tiefer in den Dschungel wagte und mit dem man dem am Fuß des Berges liegendem See näher kam wurde der Ausflug realistischer. Ich blieb alle paar Meter stehen um Fotos zu machen, denn die Formen und Farben waren einfach super. Spätestens im einen oder anderen Aquascape werde ich diese Inspirationen sicher wieder verwenden können.
Nach etwa zweieinhalb Stunden Fußmarsch kamen wir am See auf etwa 1000m Höhe an und machten an einem weiteren Tempel Rast um ein Mittagessen zu uns zu nehmen. Dann setzten wir mit einem Kanu über auf die andere Seeseite. Dort wartete schon unser Fahrer um uns zurück zum Hotel zu chauffieren. Da wir erzählten dass wir beide Kaffee mögen wurde auch noch bei einer Lufa Farm halt gemacht um den „teuersten Kaffe der Welt“ zu probieren. Für 60.000 IDR bestellten wir eine Tasse des edlen Getränks und für 20.000 weitere eine Tasse Kaffee mit Zimt. Beide schmeckten ausgezeichnet. Wahrscheinlich war es aber auch die Atmosphäre in der wir ihn tranken, die zum Gesamterlebnis beitrug. Auf der winzigen Farm, direkt an einem steilen Hang gelegen, konnte man das gesamte Tal überblicken und unzählige Reisterrassen sehen. Ihr saftiges grün konkurierte mit dem der Bananenbäume und als es anfing leicht zu Regnen kühlte es minimal ab, was eine wohltuende Erleichterung von der sonst drückenden Schwülen Hitze bedeutete.
Da ich in unserem Gespräch durch den Dschungel dem Guide, auf sein Nachfragen, erzähl habe was ich beruflich mache, habe ich ihm auch gleich eine Website „verkauft“. Wenn man bei 500.000 IDR von Verkaufen sprechen kann, denn den Preis den man hier verlangen kann würde in Deutschland natürlich nichtmal für eine halbe Stunde Arbeit reichen – hier hingegen sind das mehrere Tageslöhne! Und genau genommen fragte er mich auch ob ich ihm nicht eine machen kann…
Mein Organic Web Shop Theme passt aber sehr gut zu einer „Meine Trecking Touren“ Webseite und es ist ein leichtes für mich eine Domain zu sichern und eben schnell ein WordPress für ihn aufzusetzen sowie das Theme einzuspielen. Nachmittags um 16.00 hatten wir uns daher im Hotel verabredet um anschließend in einem nahegelegenen Internetcafe (dem ersten dass ich hier bisher gesehen habe) die Domains zu registrieren.

Er schien weder von Internet noch von Computern oder Banküberweisungen viel Ahnung zu haben uns so war es recht schwierig zu verstehen welche Bilder er auf der Website haben möchte und ihm zu vermittteln dass er erst die Domain bezahlen muss bevor sein Paket freigeschaltet wird.
Sobald ich in Deutschland bin werde ich mich dem Ganzen noch mal annehmen und den Auftrag, an einem ordentlichen Mac mit schnellem Internet, beenden.

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