Von fallenden und verdunkelten Kugeln…

Teile auf:

Hi, gestern hatte ich irgendwie mal das Bedürfnis etwas durch die Gegend zu fahren um die Umwelt zu erkunden. Also habe ich mich kurzentschlossen in mein Gefährt gesetzt und bin […]

Hi,

gestern hatte ich irgendwie mal das Bedürfnis etwas durch die Gegend zu fahren um die Umwelt zu erkunden. Also habe ich mich kurzentschlossen in mein Gefährt gesetzt und bin nach Kingston zum Coles gefahren um meinen Schokoladenvorat mal wieder auf Vordermann zu bringen. Da ich auf dem Weg nach Kingston auch am Shot Tower von Taroona vorbei komme und ich schon immer dort oben mal den Ausblick genießen wollte, bin ich auf dem Rückweg den Frischluftböhen dort oben mal einen Besuch abstatten gegangen.

Der Shot Tower wurde 1870 aus Sandstein erbaut und diente, mit seinen 48 metern Höhe, zur Herstellung von Shot. Also „Munition“ im weitensten Sinne. Allerdings wurde dort nicht dieses neumodische Munitionsgedöns produziert sondern noch richtige Bleikügelchen mit denen man seinen Gegner im Krieg füttern konnte. Für alle die, die in Physik aufgepasst haben ergiebt sich nun auch schon der Produktionsprozess, für alle anderen hier in wenigen Worten zusammengefasst. (Immer im Hinterkopf behaltend, dass im freien Fall Schwerelosigkeit herrscht und eine optimale Kugel keine Tropfenform haben kann) 😉
Im Inneren des Turmes wurde nun also von dessen Spitze flüssiges Blei durch eine art Sieb gegossen, welches die Geschoßgröße definierte. Sobald das Blei durch eine der Öffnungen im Sieb durchgetropft war fiel es herab zum Fuße des Turmes wo die perfekte Kugel in einem kalten Wasserbad aufgefangen wurde und sogleich ihre Form durch Erkaltung auf (fast) ewig zugewiesen bekam.
Nun brauchte der Arbeiter nur noch das Auffangbecken zu leeren und schon war eine neue Generation Todesblei produziert, das, zu 20 Unzen schweren Säckchen verpackt, verkauft wurde.

Gegen Abend hatten wir dann auch noch eine Mondfinsternis, welche ich natürlich auch für euch dokumentiert habe. Die nächste ‚lunar eclipse‘ die von Tasmanien aus sichtbar sein wird kommt übrigens erst im Juni 2011!

Bis die Tage dann mal wieder…
P.S.: Steffie geht es übrigens soweit gut (nach einer kleinen Magenverstimmung). Coffs harbour war wohl recht schön und seit Montag genießt sie mit ihrer „family“, bei knapp unter 30 Grad, den Blick auf den Hafen und die harbour bridge in Sydney (20 Pauls Street, Balmain – für alle die wie ich auch GoogleEarth süchtig sind). Am 5. erwarte ich sie dann wieder zurück 🙂 *freu*