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Hallo liebe Deutschländer, heute, mit über einwöchiger Verspätung, kann ich euch endlich, dank gefundener Zeit und Muse, neue News aus Down Under übermitteln. Wobei gerade „Breaking News“ hereingekommen sind (via […]

Hallo liebe Deutschländer,

heute, mit über einwöchiger Verspätung, kann ich euch endlich, dank gefundener Zeit und Muse, neue News aus Down Under übermitteln. Wobei gerade „Breaking News“ hereingekommen sind (via Internet) und daher will ich mit diesen beginnen.

Als ich nämlich gerade meinen Browser öffnete sprang mir eine Headline ins Auge die ich so erst einmal gesehen habe und die nun mehr Gültigkeit zu haben schien als je her. „Tsunami-Warnung nach schwerem Seebeben bei Neuseeland“. Weiter hies es dort: „Der australische Wetterdienst warnte die Küstenbewohner in Tasmanien und auf dem süd-ost-australischen Festland vor der Gefahr einer Flutwelle und forderte sie auf, regelmäßig Nachrichten zu hören.“ (Quelle: WEB.de). Nach einem leicht alarmierenden Blick auf meine bevorzugte australische Nachrichtenseite (news.com.au) konnte ich weitere Einzelheiten erfahren. „The Bureau of Meteorology (BOM) was alerted to a tsunami threat after an undersea earthquake with a magnitude of 7.6 on the Richter scale occurred off the south-west coast of New Zealand at 3.23pm (AEST) yesterday.“ […] „The centre issued warnings about 15 minutes later advising coastal residents from Sydney to Hobart to listen for updates from emergency services.
Effects of the quake were seen in waters off Spring Bay on Tasmania’s east coast. „We started to see some fluctuations there of around about 20cm,“ Mr McCulloch said. „We’ve had one or two anecdotal reports supporting that and some unusual swell as well.““ Aber glücklicherweise stand eine Zeile darunter auch „Mr McCulloch said no damage had been reported.“ (Quelle: AAP/ news.com.au)

Das beruhigte mich dann wieder etwas wobei ich kurz später in einem anderen Artikel gelesen habe das das Epizentrum wohl nur ungefähr 1400Km vor der süd-ost Tasmanischen Küste gelegen haben soll und wenn ich mir die Wellengeschwindigkeiten von mehreren hundert Stundenkilometern vorstelle mit der so ein Tsunami uns erwischen könnte sind 1400Km gerade mal zwei oder vllt. drei Stunden Vorwarnzeit. Zwar immernoch genug ins Auto zu steigen und sich Richtung Mt. Wellington oder Mt. Runney aufzumachen, aber wenn man in einem Artikel etwas wie „But a warning was not issued until more than two hours later when „word got around“.“ liest, fragt man sich schon wie viel Verlass auf die öffentlichen Behörden ist. Sicher sind das ‚Experten‘ und sie wollen, wie im weiteren Verlauf des Artikels auch gesagt wurde, die Menschen nicht mit unnötigen Warnungen ängstigen, aber es wurde eben auch gesagt das es eine Zeit gab in der man sich nicht sicher war ob es eine Bedrohung gibt oder nicht. Und in solchen Momenten denke ich ist es doch angebrachter die Bevölkerung mit einem klaren Hinweis zu erhöhter Achtsamkeit aufzufordern als gänzlich in alltäglicher Sicherheit zu wiegen und zu riskieren das einem eine Fehleinschätzung der Lage unterlaufen ist, die fatalerweise dann das Leben viele Unwissenden fordert.

Hier die Links zu den Artikeln aus denen die Zitate stammen:
New Zealand hit with 7.4 earthquake – Erste Eilmeldung
Australian tsunami alert downgraded – Details über die Tsunami-Bedrohung
Weather Bureau defends tsunami warning – Über die schlechte Informationspolitik

Übrigens steht die ganze Tsunamigefahr diesmal für Steffie und mich unter einem etwas anderen Licht als sonst, denn ich habe uns das Hörbuch von Frank Schätzings ‚Der Schwarm‘ besorgt, was wir übers Wochenende etwa zu Hälfte gehört haben. Genauer gesagt bis zu der Stelle an dem ein massiver Tsunami, entstehend etwas nördlich der Shetland Islands (bei Norwegen), annähernd alles an die Nordsee angrenzende zerstört. Die Realitätsnähe und der Fact das dabei eine der Hauptpersonen ums Leben kommen macht diese Naturkatastrophe diesmal für mich noch angsteinflößender, das Hörbuch hingegen nicht minder empfehlenswert. Wenngleich ich mich schon einige male geafragt habe ob es nicht vllt besser wäre den Roman, wegen seiner weiteren Details, erst zu lesen (er liegt mir mittlerweile auch als E-Book vor) hat die Möglichkeit auf dem Sofa zu liegen und die von verschiedenen Sprechern vorgetragene und mit Musik untermalte Fiktion zu genießen doch ihren besonderen Reiz.
Gestern dachte ich noch beim ins Bett gehen, hier sind wir ja auch immer von Tsunamis bedroht und Tags darauf ist es schon fast soweit gewesen.

Aber lasst mich nach dieser (Hör-)buch Empfehlung und den Breaking News noch auf die lokalen Neuigkeiten zurückkommen, welche allerdings nicht weniger Auswirkungen auf mein/unser Leben hier haben.
Es war am letzten Freitag, einem Freitag, nur um das nochmal zu betonen, denn ich dachte bisher immer das der Dienstag mein nicht so schöner Tag ist, als ich nach einem etwas in mir bohrendem Telefonat mit Steffie, welches seine inhaltliche Grundlage einige Tage zuvor bei einem Gespräch zwischen Steffie und Sarah findet, beschloss auf andere Gedanken kommen zu müssen und zu diesem Zweck die Möglichkeit eines Strandspaziergangs bei schönem Wetter annahm. Als ich auf meinem Weg zum Haupthaus Monthy und Roxy (den beiden Hunden) begegnete, dachte ich mir das sie sicher auch gerne mal etwas anderes in ihrem Blickwinkel haben, und lud sie mit einem kurzen ‚come here‘ ein sich das Halsband umlegen zu lassen und mich zu begleiten.
Am Strand angekommen, befreite ich die Beiden wieder von ihrer Leine und wir drei liefen im Dauerlauf, bei angenehm warmen Sonnenschein, einige hundert meter parallel zur schäumenden Brandung und dann weiter bis zum Ostende des Strandes wo auf den Felsen ein Mutton Bird Viewout eingerichtet ist. (Mutton Birds sind Möwen die in Höhlen im Sandboden nisten und, da die Küken von den Siedlern hier lange gejagt wurden da als Delikatesse geschätzt, fast komplett ausgerottet wurden. Wie auch immer, heute gibts wieder einige und einige gibts hier im Sommer brütend in Clifi. Nachdem ich also den Pier am Strand erreicht hatte von dem aus man den Weg zu diesem Viewout gehen kann (und am Strand einen kleinen toten Fairy Pinguin gefunden habe) machte ich mich über einen Weg Richtung Lagune wieder auf meinen Rückweg.
Als ich nach etwa 60 oder 90 Minuten wieder bei uns auf dem Grundstück ankam und bei mir am Shack vorbeilief, um den Hunden am Haupthaus wieder ihre elektric coller anzulegen, bemerkte ich etwas glitzerndes bei mir im Wohnzimmer. Im ersten Moment dachte ich an Wassertropfen die an der Scheibe hängend das Sonnenlicht reflektieren, aber es hatte nicht geregnet. Da ich ohnehin auf dem Rückweg einen Brief für mich aus dem Briefkasten gefischt habe, den ich ins Haus bringen wollte bevor ich die Hunde wieder sich selbst überlasse, öffnete ich die Haustür zu meinem Haus und blickte sogleich ins Wohnzimmer. Das glitzernde auf dem Boden war kein Wasser sondern Glassplitter! Und wo die herkamen hatte ich auch schnell ausfindig gemacht, denn das Glas des hinteren Fensters war zerbrochen. Da ich von außen ein Stück Holz gegen die Bruchstelle lehnen sah dachte ich das der Wind vllt. einen Baum oder Ast ins Fenster geschleudert hat. Und dann fiel mein Blick auf die schwarze metallene Wandhalterung auf der der Fernseher steht, nein stand. Ist der Fernseher implodiert und die Druckwelle hat die Fensterscheibe zerbersten lassen? Dann schweifte mein Blick auf den improvisierten Couchtisch auf dem mein 22″ Flatscreen und der Laptop stehen, standen. Ohh, scheiße! Das war ein Einbruch!
Jetzt ging alles ganz schnell. Mein Herz, meine Gedanken, meine Beine. Was tun? Polizei. OK, Notrufnummer 000. Oder erst Warrick anrufen? Waren die Einbrecher auch am Haupthaus? Mist die Hunde sind ja noch draußen an der Leine. Habe ich schon wichtige Spuren vernichtet? Wie von Sinnen schnappte ich mir die Hundeleinen und rannte die Hunde zu schnellerem Tempo anfeuernd mit ihnen zum Haupthaus, fingerte auf dem Weg dorthin schon in meiner rechten Hosentasche nach meinem Handy und war am Haupthaus angekommen schon dabei Warricks Handynummer zu wählen. Mein Herz hämmerte noch immer als wollte es gleich aus meiner Brust springen und mir schossen tausen Sachen durch den Kopf die jetzt alle gleichzeitig gemacht werden müssten. Da! Warick! „Hello, Felix. How are you going?“ „Ya, fine…. ääh… not so good, bad. I have hat burglars… … muss ich nur die Polizei anrufen oder sonst noch was?“ „Ja, ja sicher, ruf die Polizei an… god on you, cu“, meinte Warrick
Ich wählte tripple O. Am anderen Ende meldete sich eine Frauenstimme die mir ins Wort fiel als ich meinen Namen und meinen Wohnort durchgeben wollte um sogleich mit meinem Notruf zu beginnen. „Medical emergency or Police?“ „Police please!“ …. Dann meldete sich ein Mann. Ich stellte mich wieder vor, nannte meinen Wohnort und erzähle schnell das ich gerade von einem Spaziergang zurückgekommen bin und Einbrecher im Haus hatte. „Ok, so this ist not an live threatening emergency, can you please call … This number ist just for urgend emergencies“ „Sure, thank you“. Ich hämmerte die Nummer auf das Touchpad meines XDAs, fast schneller als er die Oberfläche abzufragen schien. Dann nach einigen Sekunden war schon ein Polizist am Apparat und nahm meinen Nortuf auf. Nachdem ich ihn noch schnell fragte wie lange es bis zur Ankunft eines Beamten dauern könne und er meinte das es gerade recht viel zu tun sei legte ich wieder auf. Ich legte den Hunden schnell ihre elektro Halsbänder an und rannte wieder zum Shack runter. Als ich im Flur stand sah ich das sie meine Gürteltasche durchwühlt hatten und mein Portemonai nicht mehr drin war. Und mein Rucksack war weg! Ohh Scheiße! Da war mein Pass drin! Mein Herzschlag begann wieder schneller zu werden. Portemonai weg. Mist. Du misst deine Karten sperren! Die haben deine Kreditkarte!! Ok, geh` online und such die Telefonnummern raus! Da hatte mich meine Gewohnheit mal wieder, geh` online ohne Rechner und such eine Telefonnummer! Hatte ich nicht mal für solche Zwecke die Telefonnummern zum sperren in meine Handy eingegeben? Ja das hatte ich, da war ich mir sicher. Zumindest für Postbank und Dresdner Bank. Nicht aber für meine Kreditkarte. Ihm Haupthaus war noch ein Rechner! Ich rannte wieder den Berg zum Haupthaus hoch und hackte erneut auf den Touchscreen meines XDAs ein um schnell die Telefonnummern zu finden. Doch da waren sie nicht. Mist! Die sind auf der deutschen SIM-Karte und die ist in meinem Portemonai! Endlich wieder am Haupthaus angekommen Hämmerte mein Herz noch immer und mein Atem war von dem vielen rumrennen fast weg, genauso wie der Rechner von Sarah und Warrick, der in der Reperatur war, wie es mir jetzt wieder einfiel. Und dann fiel mir ein was Peter mal zu mir sagte! „In fast jeder Notlage hat man 20 Sekunden um zu überlegen was man tun muss“. OK. Ich versuchte mich zu beruhigen. Etwas spät zwar aber es funktionierte halbwegs.
Ich ging in die Küche und nahm das Telefon von Sarah und Warrick aus der Wandhalterung, dann rief ich Steffie in der Stadt an um ihr in zwei Sätzen zu sagen das Eingebrochen wurde und ich sie brauchte, damit sie mir in der Stadt von deren Internetzugang dort, die Telefonnummern zum Sperren meiner Karten raussuchte. Postbank, Dresdner Bank und ing-diba Kreditkarte! Ohh, durch die Bäume konnte ich vom großen Küchenfenster im Haupthaus zum Shack runterschauen und sehen das dort ein weißer Wagen vorfuhr. „Die Polize ist da, ich muss wieder runter“, sagte ich zu Steffie, „kannst du anrufen und meine Karten sperren? Ich melde mich gleich wieder, Danke!“. Dann flitzte ich wieder runter zum Shack. Es war tatsächlich ein Polizeibeamte und er strahlte eine Ruhe und ein Gefühl von ‚Ich habe alle Zeit der Welt‘ aus, das ich in dem Moment nicht zu Bewerten gewollt war.

Ich erzählte ihm was passiert war und er nahm meine Personalien auf. Dann gingen wir ins Haus und er schaute sich grob um während ich ihm für seine Liste die Dinge diktierte die ich bereits als fehlend bemerkt hatte. Als wir mit dem Rundgang fertig waren ging er an seinen Polizeiwagen und holte einen Kasten, in dem neben einem Pinsel und einem Kästchen Puder noch andere Utensilien befanden, mit denen man Fingerabdrücke und andere Spuren sichern konnte.
Nachdem er das zerbrochene Fensterglas abgepinselt und den Pfirsichgroßen Stein, den die Einbrecher zum Einwerfen der Scheibe genutzt hatten, sichergestellt hatte, packter er sein Material wieder zusammen und ging zurück zu seinem Wagen. Ich fragte ihn ob er einschätzen könnte wie wahrscheinlich das Finden der Täter und das Wiederbekommen seiner Sachen war, doch er meinte nur vorsichtig das er mir keine Versprechungen machen kann, sie täten ihr Bestes. Es gehe momentan mehr darum Spuren für das Archiv zu sichern und eine Liste der entwendeten Gegenstände zu haben damit man, wenn mal Diebesgut und Kriminelle gefasst werden sie mit dieser Straftat in Verbindung bringen kann und man die gefundenen Gegenstände dann evtl. wieder, sofern es denn meine sind, an mich zurückgeben kann. In diesem Moment schwand bei mir die bis dahin noch etwas vorhandene Zuversicht das man die Täter rasch fassen könnte und mir wurde gleichzeitig bewusst das neben all den Werten ja auch all unsere Fotos und Videos aus Tasmanien gestohlen wurden. Mich überkam eine Wut die mit verzweifelten Tränen um die Vorherrschaft zu kämpfen schien. Als der Polizist wieder abgefahren war rief ich Steffie an.

Nach einem kurzen Telefonat mit ihr hatte ich mich wieder weitgehend gefangen und entschied mal zum Nachbar zu fahren und zu fragen ob dort evtl. etwas verdächtiges aufgefallen ist. Und tatsächlich. Nachdem mich bei meinem Eintreffen auf dem Hof schon einige Kinder mit aufregenden Augen empfiengen und mich ein Junge schließlich ängstlich fragte wer ich bin konnte ich mit der Mutter reden. Ich stellte mich vor und sie erzählte mir das vor kurzem zwei junge Männer mit einem Auto dagewesen seien und sie nach einem Eimer Wasser für den Motor gefragt hätten. Sie gab ihnen einen Eimer Wasser, doch sie gossen es nur achtlos auf den Boden. Auf ihre Frage ob sie noch mehr bräuchten verneinten diese und fuhren vom Grundstück. Ihr kam die Aktion merkwürdig vor.
Noch während sie mir ihre Beobachtung erzählte und ich sie fragte ob sie die Männer und das Auto wiedererkennen würde und eine Aussage bei der Polizei machen würde sah ich wie der Polizeiwagen wieder bei uns aufs Grundstück fuhr. Ich bedankte mich und sagte das ich mich gleich wieder bei ihr melden werde, sie erwiederte das sie gleich mit rüber kommen könnte um ihre Aussage zu machen.

Ich sprang in meinen Wagen und heizte über den staubigen Lehmboden zurück Richtung Lagune und sogleich wieder die Zufahrt unseres Grundstückes entlang. Am Haus angekommen berichtete mir der Polizist das sie gerade in Bridgewater ein Auto gestoppt haben und das sich in dem Wagen evtl meine Sachen befinden könnten. In mir stieg wieder Hoffnung auf.
Dann kam Stevs Frau (die Nachbarin) und wir gingen rein damit der Polizist ihre Aussage zu Protokoll nehmen konnte. Und sie konnte eine erstaunlich gute Beschreibung der beiden jungen Männer und des Wagens abgeben! Anschließend nahm der Polizist auch von mir nochmal eine schriftliche Beschreibung der Geschehnisse zu Protokoll, dann fragte ich ob ich nach Bridgewater (etwa 50 Fahrminuten von hier Richtung Hobart) fahren könne um nachzusehen ob es sich um meine Gegenstände handelt. Er sagte das später nochmal ein Special Agent von der Forensic (Spurensicherung) vorbeikommen würde und ich solange besser noch hier bleiben solle, außerdem müssten die Gegenstände aus dem Wagen auch erst Erkennungsdienstlich untersucht werden und dann würde ich ggf. in den Abendstunden einen Anruf erhalten sofern es sich dabei um meine Sachen handeln würde.

Etwa eine halbe Stunde später kamen Steffie und Sarah mit den Kids. Steffie erzählte mir am Telefon das Sarah, die eigentlich am Samstag morgen auf den Salamanca Market gehen wollte, entschieden hatte das sie wegen des Einbruchs doch schon Freitags zurück fahren und der Markt für sie ausfällt. Danke Sarah.

Nachdem der Special Agent, der sich als Frau herausstellte, mein Wohnzimmer mehr oder weniger in eine Puderlandschaft verwandelt hatte (aber immerhin haben wir uns in der Zeit nett Unterhalten und ich weiß jetzt wo ich noch andere deutsche Schokolade kaufen kann) wieder gefahren war begann das Warten auf den evtl. einkommenden Anruf.
Und gegen 9 p.m. kam er dann. Officer Tim Healey, der auch meine Aussage schon aufgenommen hatte, rief an und sagte mir das sie meinen Pass hätten und ich am nächsten Morgen einen weiteren Anruf erhalten werde, wann ich ihn in Bridgewater abholen kann.
Als am nächsten Morgen der Anruf ausblieb rief ich in Bridgewater auf der Polizei an und fragte nach einem Abholtermin. „Montag“, meinten sie. „Oder nein, Mittwoch. Der zuständige Officer ist vorher nicht im Dienst“. Ich versuchte sie davon zu überzeugen das ich meine Sachen aber heute schon brauche und mir zugesagt wurde das ich sie auch heute, Samstag, abholen könnte. Doch nachdem sie sich bei einem anderen Officer über eine evtl. Ausnahme erkundigt hatte verneinte sie wieder und vertröstete mich auf Mittwoch. Ich musste mich für dieses Telefonat geschlagen geben. Doch ich rief nun in Clemont an, dem Präsidium von dem Officer Healey ist und sprach dort mit einem sehr freuntlichem Officer, der mir mitteilte das Offivcer Healey nun zwei Wochen im Urlaub ist. Er könne aber in Bridgewater anrufen und versuchen doch noch etwas zu bewirken. Um den Beamten in Bridgewater nicht das Gefühl zu geben das ich eine andere Dienststelle gegen sie aufbringen wollte erzählte ich dem Officer in Cleamont von meinem Telefonat und auch ein paar Einzelheiten und Aussagen, was ihn zu der Erkennt kommen lies das er nun doch auch nichts mehr Ausrichten könnte. Na toll, dachte ich mir, hättest du mal nur die Klappe gehalten. Doch da tutete es in der Leitung, als wenn jemand versucht mich anzurufen. Ich bedankte und verabschiedete mich schnell, dann legte ich auf. Doch nur um sogleich das einkommende Telefonat entgegen zu nehmen. Es war eine Polizistin von der Polizeistation in Bridgewater, die mir mitteilte das ich meine Sachen heute abholen könne und mit mir eine Uhrzeit vereinbaren wollte.

Nachdem wir am frühen Nachmittag die Polizeistation in Bridgewater, mit fast allem gestohlenen Sachen von mir, wieder verließen war ich glücklich. Auf der Rückfahrt schlug ich Steffie vor ob wir gerade noch schnell in die Stadt fahren wollten um einige Microtücher bei Geoffry`s (einem Staubsaugerladen) zu kaufen mit denen ich den feinen Punder von all meinen Sachen entfernen könnte, doch Steffie fand es unsinnig wegen ein paar Tücher in die Stadt zu fahren (obwohl es auf auf dem Weg lag und nur einen größeren Schlenker bedeutete). Zu Hause angekommen genossen wir noch etwas den Tag und ich begann am Nachmittag erst meinen Laptop und den Screen, dann die Kabel und die externe Festplatte und später auch den Fernseher und DVD-Player sowie den Rest wieder zu säubern, während Steffie Abendessen kochte. Einige Zeit später saßen wir wieder in gewohnter Manier auf der Couch, aßen zu Abend und schauten eine DVD. Wir hatten unser gewohntes Leben zurück. Inklusive erinnernder Fotos und Videos, inklusive Digitalkamera, Laptop und DVD Sammlung, inklusive Kreditkarte und deutscher SIM-Karte. Wir sind mit einem Schrecken davon gekommen.
Abschließen fehlen jetzt nur noch das Handset des schnurlosen Telefons sowie einige Karten, Bargeld und persönliche Gegenstände aus meinem Portemonai, die die Einbrecher wahrscheinlich unterwegs irgendwo weggeschmissen haben.
Als ich diese Woche dann mit Detective Edmundson, dem ermittelndem Beamten in Bridgewater, telefoniert habe bat er mich ihm eine Liste mit den noch fehlenden Teilen per E-Mail zu senden sowie eine Liste mit Beträgen die ich gerne erstattet haben möchte. Ich fragte nämlich wie ich das gestohlene Bargeld, sowie an meinen Sachen entstandene Schäden usw. ersetzt bekomme. Es kann zwar dauern meinte er bis ich etwas ersetzt bekomme und es ist auch nicht sicher, aber er wird es der Akte zufügen und vor Gericht anführen. Ich bin gespannt ob ich noch vor Gericht aussagen muss oder nochmal etwas von einem Beamten in der Sachen hören werde… 130,- Dollar sind zwar jetzt nicht soo viel Geld, aber verschenken muss ich die etwas mehr als 80,- Euro ja auch nicht. Zumal ich derjenige bin der jetzt einen verkratzten Flatscreen hat, das ganze Puder abwaschen musste und neue Kabel verlegen muss. Nur weil die Deppen nicht wissen wie man ein Dial-up Kabel aus nem Laptop ausstöpselt!

Übrigens möchte ich euch nicht vorenthalten was die Beamtin auf dem Präsidium in Bridgewater antwortete als wir fragte wie sie die Täter geschnappt haben. Sie erzählte nämlich das die Beiden auf ihrer Rückfahrt von Clifi einem Polizeiwagen im Gegenverkehr begegnet sind und um nicht gesehen zu werden haben sie sich geduckt. Nun ja, das kam dem Beamten merkwürdig vor und er hat das Fahrzeug angehalten. Als die beiden daraufhin wegrannten hat er den einen verfolgt und gestellt. Dieser trug neben meinem Bluetooth Headset (für mein Handy) auch meine deutsche SIM-Karte und einige Schüssler-Salze (Lissy?!) bei sich, die er wohl für was weiß ich was hielt. Tja, der Wagen war außerdem gestohlen und meine Sachen darin ja sowieso.
Der oberintelligente Dummkopf darf nun wieder in den Knast zurück, aus dem er gerade erst gekommen ist, denn er hat noch andere Sachen auf dem Kerbholz.

Als mich Elke am Samstag Abend dann anrief, um sich mal nach dem Stand der Dinge zu erkundigen, erzählte sie mir das es heute (Samstag) wohl bei Myer ein Feuer gegeben hat. Myer ist ein riesen Kaufhaus in der Innenstadt von Hobart und ist mit einigen anderen Geschäft(chen) und Passagen fast so groß wie ein Straßenblock!
Anfang dieser Woche stellten Steffie und ich dann das ganze Ausmaß des Brandes fest. Warrick hatte auf meine Frage ob er etwas davon mitbekommen habe, am Samstag schon erzählt das wohl richtig Flammen aus den Fenstern geschlagen seien, aber das es so extrem war hätten wir beide auch nicht gedacht. Am Montag las ich in der Zeitung das in der Nacht zum Sonntag nach stundenlangen Löscharbeiten das Haus eingestürzt sei. Die Feuerwehr hätte wohl irgendwann nur noch versucht das Übergreifen auf angrenzende Gebäude zu verhindern.
Die Innenstadt ist seit dem Feuer komplett verändert. Erst gegen Ende dieser Woche haben sie die Liverpool Street und die Murry Street wieder Einspurig geöffnet (beide absolute Hauptadern in der Innenstadt!). Vergleichbar etwa mit einer Vollsperrung der Miquellallee in Frankfurt oder der Vollsperrung der Detmolder- oder Heeper Straße in Bielefeld. Alle Passagen die den Block durchzogen sind auf unbestimmte Zeit geschossen, inklusive aller Geschäftchen. Außerdem sind alle Angrenzenden Geschäfte auf zwei Straßenseiten von Myer zerstört oder so schwer beschädigt das sie geschlossen sind. Wie ihr auf den Fotos erkennen könnt ist von dem drei oder vierstöckigen Haus auf der einen Straßenseite nur noch ein Schuttberg übrig! Und das bei DER guten Feuerwehr die sie hier haben. Denn Feuer sind hier ja an der Tagesordnung.
Ich frage mich zwar immernoch wie es soo schlimm hat kommen können, denn schließlich hat das Kaufhaus eine Springleranlage gehabt und die male als wir drin waren schien es auch sonst einen nicht schlechteren Eindruck in Bezug auf Brandsicherheit zu machen als andere Geschäfte. Im Schaufenster des Sony Store läuft auf einem Vorführgerät ein Amateurvdeo von dem Brand und den Löscharbeiten. Extrem! Solch ein Flammenmeer habe ich noch nicht gesehen. Die Flammen die aus dem Fenstern schlugen waren 5 meter hoch oder mehr.
Doch die Frage wie es so weit hat kommen können stellen sich auch die Brandermittler die derzeit Angestellte und Kunden des Kaufhauses befragen um die Brandursache festzustellen. Aber ein Schaden von mehr als 40Millionen Dollar – ohne den Warenwert! – (etwa 24Millionen Euro) und der komplette Warenverlust des Kaufhauses und anderer Geschäfte dürfte wohl auch Anlass genug sein.
Wer mehr über das Feuer sowie weitere Bilder sehen mag kann hier einen Blick riskieren:
Myer Fire
Bilder und Videos!

Übrigens möchte ich zum Abschluss nochmal ein Dank an Steffie loswerden, die mir mit Ihrer 1a Internetrecherche den Karten Sperrungen sowie dem seelischen Beistand mal wieder bewiesen hat das auf sie 100% Verlass ist und sie die Richtige an meiner Seite ist! Ich liebe dich 🙂

In der Hoffnung das ich euch beim nächsten Blog wieder erfreulichere Neuigkeiten berichten kann schicke ich liebe Grüße vom Clifton Beach..
Felix