Tsunamiwarnung am Clifton Beach!

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Hi, ja die Überschrift ist reißerisch und aufseheneregend, ich weiß. Aber bei den Solomon Islands (nordöstlich von Australien) hat heute morgen die Erde gebebt. 8.1 auf der Richterskala! (Leider gabs […]

Hi, ja die Überschrift ist reißerisch und aufseheneregend, ich weiß. Aber bei den Solomon Islands (nordöstlich von Australien) hat heute morgen die Erde gebebt. 8.1 auf der Richterskala! (Leider gabs auch Tote und verletzte) Ich hatte das heute morgen schon im Fernsehen gesehen, da ich manchmal um 8.00 a.m. aufstehe um mal eine halbe Stunde deutsche Nachrichten zu schauen. (Danke an dieser Stelle an Deutsche Welle TV!) Jedenfalls habe ich dann anschließend auf WIN (ein TV Sender) umgeschaltet und da gab es dann im Rahmen des Frühstücksfernsehens gerade ‚Breaking News‘.
Die haben dort auch einige Anrufer aus Cook Town sprechen lassen (das liegt an der nordost Küste Australiens – etwas südlich von Queensland), und ein paar Reporter von lokalen Nachrichtenagenturen am Apparat gehabt. Die eine Reporterin meinte, das sie zwar gut auf Zyclone vorbereitet sind, aber welche Auswirkungen ein Tsunami haben könnte, wüssten sie nicht genau. Auch für die beiden Moderatoren war das scheinbar eine noch nie dagewesene Situation, denn der eine meinte nur die ganze Zeit das sie in der nähe von Cook Town eine Flutwelle von etwa 15cm befürchten, aber das seien nur Schätzungen und man soll die Strände meiden. Für Hobart gab es dann im weiteren Verlauf ebenfalls eine „Möglich“ Warnmeldung, welche gegen 11.00 oder 11.30 auch vom Surfclub unten am Strand in Form von Sirenen weitergegeben wurde.

Unser Strand liegt Richtung Süden hin offen zum Meer (die Welle würde ja wenn aus Norden kommen), aber im Rücken haben wir eine flache Lagune…
Ich habe sicherheitshalber jedenfalls mal Steffie und Sarah oben im Mainhouse informiert und gefragt ob sie nicht das Radio laufen lassen könnten um Denis und mich im Notfall doch zu informieren. Wir beide waren nämlich anschließend im Garten usw. wieder arbeiten.
Letztendlich gab es allerdings wohl keine größeren Wasserbewegungen hier in der Gegend. Zumindest ist weder Steffie noch mir etwas aufgefallen. Ich werde allerdings morgen mal den Mercury (meine lieblings Tageszeitung) etwas genauer studieren als sonst um weiteres zu erfahren.
*edit* hier ein Link zu einem Text von news.com.au -> Tsunami ‚wiped out whole villages‘

Ansonsten gibt es eigentlich nichts groß zu berichten. Am Samstag hatten wir recht starken Wind, nachdem es schon den ganzen Tag über zugezogen war und feinen Nieselregen gab. Dieser verstärkte sich dann mit der Abenddämmerung und dem Wind auch nochmal, sodass wir gegen 9.00 p.m. sogar auf einmal für etwa 20 Minuten keinen Strom mehr hatten. Das fatale hier auf dem Grundstück ist übrigens, wie mir da erst recht bewusst wurde, das die Wasserpumpen (wie haben hier ja nur Regenwasser da keine Verbindung zum öffentlichen Wassernetz besteht) ohne Strom auch nicht funktionieren. Also ohne Strom auch kein Wasser… Ich bin nur froh das die Heizung mit Öl und der Herd/Backofen mit Gas betrieben werden 😉
Nun ja.. wie auch immer. Als wir abends Dann im Dunkeln zurück zum Haus gingen hatten wir einen ziemlich ungewöhnlichen Besucher nahe der Haustür. Patrick, Sarahs Stiefvater der da noch zu Besuch war, hatte nämlich wie die Woche über schon abends das Licht draußen brennen gelassen, um im Dunkeln nicht zu fallen. Jedenfalls hat das Licht eine etwa 7cm große Motte angelockt, die an der Hauswand saß und sich scheinbar krampfhaft versuchte festzukrallen um nicht vom Sturm weggeblasen zu werden.
Was ich als besessener Tierfotograf daraufhin gemacht habe, könnt ihr euch sicher denken (wenn ihr die Fotos seht)..

So, das wars jetzt aber wirklich.
Bis morgen oder so… mit Grüßen aus Clifton Beach,
phenomenia aka felix