Anreise auf die Blumeninsel

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Die Coronapandemie hat den Reiseplänen von Nina und mir im letzten Jahr schon einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun sind wir mit doppeltem Impfschutz dem Reisefieber wieder verfallen und erkunden Madeira!

Anreise Madeira - Mit FFP2 Masken
Es ist Dienstag, der 24. August, im Hotelzimmer steht die Luft obwohl es nicht all zu heiß ist und durch die geöffnete Balkontür dringt hintergründige Jazzmusik. In der Nachbarschaft muss wohl entweder jemand ein Faible für Klassik und Jazzmusik haben oder eine Musikschule liegen. Jedenfalls ist es angenehm ohne Radio Musik zu hören und ungewöhnlich dass mich fremde Musik nicht stört. Die regelmäßigen „Pausen“ mitten in den Stücken lassen eher auf letzteres schließen. Vermutlich ist es eine Musikschule. Aber fangen wir vorne an, dann erklärt sich auch, warum ich vorhin schon überlegte ob ich diesen ersten Post mit dem Titel „Anreise auf die Insel der wackelnden Tische“ betiteln wollte.

Die Coronapandemie hat den Reiseplänen von Nina und mir im letzten Jahr schon einen Strich durch die Rechnung gemacht. Unsere ausgearbeitete Reise nach Costa Rica fiel ins Wasser, Flüge wurden gecancelt, die gebuchte Unterkunft im Cocovado Regenwald verfiel und die Wehmut wurde größer. Wie wichtig Reise für uns ist merken wir nun, als wir im Flieger nach Madeira saßen. Was für ein wunderbares Gefühl wieder raus in die Welt zu dürfen. Mit dem guten Gefühl der „Doppelten Impfung“ als Backup für den Fall der Fälle, einer Infektion, zieht es einen wieder raus. Madeira stand schon vor der Pandemie auf unserer Bucketlist. Nicht nur wegen des Tauchens und der vergleichsweise „kurzen“ Anreise von nur 4 Stunden, sondern vor allem da es so vielseitig ist. Die Insel, vulkanischen Ursprungs und im Atlantik westlich von Marroko liegend, bietet nicht nur Wasserfreunden tolle Gelegenheiten sondern auch eine tolle Bergwelt mit viel Grün. Ob sie ihren Namen „Blumeninsel“ zu recht trägt werden wir auf dieser 14-tägigen Reise erkunden!

Am Sonntag, also vorgestern, ging unser Flieger von Düsseldorf und brachte uns direkt nach Funchal, der Hauptstadt Madeiras. Die Anreise war recht unspektakulär, wenn man davon absieht, dass wir eigentlich mit der Bahn von Bielefeld nach Düsseldorf zum Flughafen anreisen wollten und uns dann wegen des Lokführerstreiks der Deutschen Bahn am Vortag doch spontan entschieden haben den Wagen zu nehmen. Dank Internet war am Flughafen Düsseldorf ein Parkplatz bei Flypa für die Zeit der Abwesenheit gebucht, der allerdings mit 89€ in Reisebudget griff. Die Zugreise wäre etwas günstiger gewesen, aber sicher auch mehr „Abenteuer“. Bei der Anreise zum Flughafen kann ich das gar nicht gebrauchen!
Darüberhinaus verlief die Anreise wie gesgat unspektakulär. Allerdings gab es eine erfreuliche Überraschung im Flieger. Nachdem wir schon ca eine Stunde in der Luft waren, begannen die Flugbegleiter (ja, ich gendere absichtlich nicht und meine selbstverständlich trotzdem Menschen allen Geschlechts, die „Im Flugzeug arbeitenden“ sozusagen) Snacks und Getränke an „auserwählte“ zu verteilen. Als sie auf unserer Höhe waren wollte ich schon eine Cola für Nina und mich ordern, da fragte sie ‚Herr und Frau Hollenstein?‘. ‚Ja?‘. ‚Sie bekommen ein Snack und eine Getränk. Welches Getränk möchten Sie?‘. Ich war überrascht! Das Ticket das wir gebucht hatten schien sich noch mehr als goldgriff zu erweisen als gedacht. Nicht nur dass es beim Heraussuchen der Flüge im Vorfeld mit Abstand das günstigste war, der Flug non Stop von Düsseldorf nach Funchal ging, die Zeiten super waren, nun gab es auch noch einen Snack und Getränke inklusive!?!
Wer uns nacheifern möchte: TUI Flug X32838 DUS > FNC (Returnticket: 353,98€ inkl. 20Kg Gepäck)

Mit Freunde saßen wir also 2 Minuten später da und futterten eine Laugenstange und genossen die kühle Cola. Zumindest ich hatte allerdings schon ein komisches Gefühl, das wir alls einige Wenige etwas bekamen währen viele Andere es im Flieger kaufen mussten.
Etwa 3 Stunden später landeten wir in Funchal auf dem berüchtigten Flughafen mit der kurzen Start-/Landebahn. Wunderbar, wenn man sich den Flughafen im Vorfeld bei Google Earth in 3D angeschaut hat und ihn nur vor der Landung im Vorbeiflug nochmal aus dem FLugzeugfenster aus nächster Nähe sehen kann. Der Pilot verstand aber natürlich sein handwerk und wir setzen sanft auf, rollten aus und als er abbog um in die Parkposition zu rollen sah ich dass wir erst bei Pylon Nr.6 waren. Alles gut…

Flughafen von Funchal, Madeira (FNC)
Nachdem wir ausgestiegen sind, Reihe für Reihe, ohne Drängen, des Virus wegen, ging es zum Kofferabholen. Anschließend wurde zwei mal kontrolliert ob man seine Impfnachweise in der ‚madeira save‘ App eingegeben hat. Ohne diese und dem daraus resulierenden QR-Code wäre man nicht reingekommen. (Oder nur mit einem Test und der Quarantäne im Hotel). Unsere nächste Station war nun der Schalter von Europcar um den Mietwagen abzuholen. Alternativ könnte man ihn auch abwertend ‚Goldesel‘ nennen. Ich weiß dann ich mal gesagt bekommen habe, ich solle nicht so viel über Geld schreiben, aber: Die Karre hat über 800€ gekostet! 800! Für zwei Wochen. Und nun ratet mal was man dafür aktuell bekommt: einen Peugeot 108 mit 68PS und fehlender Antenne. Der Knaller war allerdings das uns der nette Mitarbeiter bei Europcar mehrfach, freundlich und natürlich ganz freiwillig und unverbindlich weitere versicherungen, Pannendinste und Autoupgrades verkaufen, oder sollte ich sagen empfehlen, wollte. Natürlich entscheiden komplett wir ob wir das möchten, wie er immer wieder in gebrochenem englisch wiederholte. Die Autoupgrades fingen schon bei schnäppchenhaften 20€ zusätlich pro Tag an und gingen bis etwa 50€ pro Tag. Zusätzlich! Irgendwann dachte ich wirklich der hat sie nicht mehr alle und meine gute Erziehung verhinderte dass ich Dinge sagte die die Schlüsselausgabe abrupt beschleunigt hätten. Glaubt der wirklich das ich weitere 700€ für nen Mietwagen ausgebe?
Ich sagte dann irgendwann nur dass wir uns das überlegen werden und wir erstmal den Peugeot 108 nehmen den wir schon bezahlt haben. Wir könnten das Gespräch and er stelle also erstmal beenden und zu den Ausgabeformalitäten kommen. Natürlich betonte er immer wieder dass wir auch später jederzeit das Auto noch wechseln könnten, falls wir feststellen sollten dass und der P108 doch zu klein ist oder die PS nicht für die steilen Berge reichen. Jipp, machen wir. Wie gehts weiter? 😀
Kurz darauf fuhren wir mit dem Aufzug zum Parkdeck -4 und saßen kurze Zeit später mit heruntergekurbeltem Fenster in unserem weißen Peugeot auf der Autobahn in Richtung Westen.
Unser 800€ Luxusschlitten für die nächsten zwei Wochen 😀
Nina navigierte mich mit der Offline Karten App MapsMe durch die Straßen von Funchal in Richtung unseres Hotels, dem Hotel Gordon in der Rua do Quebra Costas 34.
Beim Hotel angekommen gab es erst etwas Probleme unsere Reservierung im Computer zu finden. Scheinbar hatten wir nicht direkt über booking.com gebucht sondern eine Drittseite, was dafür sorgte dass unsere Reservierung nicht unter booking.com im Computer des Hotels auftauchte sondern in einem anderen Reservierungsprogramm, bei mir wurde die Reservierung aber in der Booking.com App als ‚validated‘ angezeigt. Mit freundlichen Gesten, englisch und etwas spanisch sprechend hatten wir es aber gemeinsam geschafft die Reservierung zu finden und saßen etwa 20 Minuten später auf dem Bett in unserem Zimmer.

Anreise abgeschlossen. Der Urlaub kann beginnen!

Anmerkung: In einer früheren Version hatte ich geschrieben, dass wir einen Citroen C1 bekommen habe. Das war falsch und wurde korrigiert.

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