Whale Watching vor Madeira

Teile auf:

Nina und ich nutzen den Tag nach dem Tauchen um beim Whale Watching unsere ersten echten Wale in natura zu erleben.

Da wir nach drei Tagen Tauchen mal eine Pause brauchten suchten wir nach einer Aktivität bei der man nicht hoch in die Berge muss. Nach dem Tauchen ist das wegen der Restsättigung zu vermeiden, um Tauchunfällen vorzubeugen. Da auch viele der Straßen hier teilweise hoch auf den Berg gehen um danach wider abzufallen wollten wir auch nicht viel fahren, man müsste sonst ja erst den Verlauf der Straßen mit den Höhenlinien auf der Karte abgleichen.

Wir entschieden uns also schon am Tauchtag Zwei dass wir den Tag nach dem Tauchen mit Whale Watching verbringen wollten. Das ist super, denn weder Nina noch ich hatten jemals echte Wale gesehen und da es logischerweise auf Meereshöhe stattfindet ist es der perfekte Trip nach dem Tauchtagen.
Da wir aber nicht auf eine der Touriboote wollten die mit lauter Musik beim Walebeobachten die Massen anheizen war uns die nachhaltige Arbeit und der schonende Umgang mit den Tieren beim Veranstalter besonders wichtig.

Bei einer Internetsuche habe ich den Anbieter H2O gefunden. Dort waren allerdings erst für den 31. August wieder Plätze frei und so passte er leider nicht in unseren Plan. Bei der weiteren Recherche bin ich dann auf Ventura hier in Funchal gestoßen. Sie legen direkt in der Marina ab und sind mit 98€ für zwei Tickets auch nicht teurer als andere Anbieter. Außerdem haben sie super Bewertungen bei TripAdvisor und legen viel Wert auf die Nachhaltigkeit. Unter anderem haben sie einen Biologen an Bord der über die gesehenen Tiere berichtet.
Ich buchte also zwei Tickets über das Internet per Kreditkarte und wir fanden uns für die Tour um 13.00 Uhr an der Marina do Funchal ein.

Auf einer Art Speedboot (mit leisem Motor!) saßen wir dann in Zweierreihen auf einer Art „Stehbank“ und es ging pünktlich für unsere 2,5h Fahrt raus aufs Meer Richtung Süd-Osten. Zu unserer Linken zog die schroffe Berglandschaft Madeiras vorbei und von oben brannte die Sonne auf die Haut die vom Fahrtwind wieder gekühlt wurde.
Nach etwa 30 Minuten Fahrt wurde die Geschwindigkeit gedrosselt und wir hielten in etwa 50 Meter Abstand zu einem anderen Boot an.
Dann geschah es: mit einem schnaubenden ‚pfffft‘ tauchte ein fast schwarzer glatter Kopf aus dem Wasser auf, dann folgte eine dreieckige, abgerundete Rückenflosse. Unser erster Wal!

Pilotwale vor Madeira
Kaum hatten wir ihn erblickt kam ein weiterer, und noch einer, und noch einer. Wenig später waren zwischen uns und dem anderen Boot 10 oder 12 Pilotwale aufgetaucht und lagen ruhig und anmutig an der Wasseroberfläche zum Ausruhen.

Es war phantastisch diese Tiere aus dieser Nähe zu sehen obwohl sich in mir sofort der Taucher und Fotograf meldete und ich einen starken Drang verspürte ins Wasser gehen zu wollen.
Hier von der Oberfläche beschränkte sich die Sicht auf die Rückenflosse und ein gelegentlichen Ausblasen am Kopf wenn sie nach einer kurzen Pause wieder für 30 Sekunden abtauchten und zurückkehrten.
Leider war der Kopf selbst mit dem Auge nicht zu sehen. Nur einmal streckte ein Männchen beim Auftauchen kurz den Kopf aus dem Wasser um einen Blick auf uns zu erhaschen. Das ging so schnell das trotz „gezogener“ Kamera der Moment schon wieder um war ehe wir ihn registriert hatten.
So beschrängten sich die Fotos auf Rückenflossen und wir genossen das Erlebnis.

Nach etwa 30 Minuten ging die Fahrt dann weiter, in der Hoffnung weitere Arten zu finden. Und tatsächlich hielten wir nach etwa 20 Minuten erneut an, da der Spotter wohl einen großen und sehr seltenen Wal gesehen hatte. Unser Biologe erzählte allerdings dass er bis zu 2200m tief taucht und dabei über 3 Stunden unter Wasser bleiben kann. Es kann also sein dass wir ihn gerade verpasst hatten. Trotzdem warteten wir 10 Minuten ruhig vor Ort ob er noch Mal auftaucht – hatten allerdings kein Glück.

Was ich super schön fand, war, dass wir auf den Fahrten zwei mal anhielten um Plastik aus dem Wasser zu holen. Nicht dass ich das Plastik im Wasser gut fand, sondern dass darauf geachtet wird fremden Plastikmüll von der Oberfläche des Meeres zu entfernen bevor er für Schildkröten die die Tüten irrtümlich für Quallen halten zur tödlichen Falle wird. Die Sea Shepard Maske des Biologen war also wohl nicht nur ein modisches Assessor sondern er trug sie aus Überzeugung.

Nachdem wir ein Stück weitergefahren waren hielten wir erneut an und sahen in kurzer Distanz eine kleine Gruppe Blainville-Schnabelwale.
Auch hier beschränkte sich die Begegnung allerdings auf Fotos der Rückenflossen und den Genuss des Momentes mit den majestetischen Tieren.

links: Pilotwale
ganz rechts: Blainville Wal
Anschließend ging es zurück zur Basis wo wir unsere Schwimmwesten abgaben und Nina und ich noch ein längeres Gespräch mit dem Biologen hatten.
Ein wunderbarer Ausflug ging zu Ende und wir verbrachten den Rest des Tages mit Bummeln in der Stadt, wo wir z.B. Ananas-Bananen entdeckten und Bananen-Passionsfrüchte zum probieren kauften.
Die haben innen, ähnlich wie Granatäpfel mit Fruchtfleich umschlossene Kerne und schmecken leicht säuerlich-süßlich.
Auf einer schattigen Bank am Wasser sitzend genossen wir unseren Kauf und die Zeit am Meer.
links: Plastikabfall den wir rausgefischt haben
weitere Bilder: Südküste von Madeira, kurz vor Funchal

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